Negative Eigenschaften von Antidepressiva
Es treten nahezu immer Nebenwirkungen auf wie z.B. Mundtrockenheit, Sedierung, Blutdrucksenkung, Libidostörungen, Koordinationsstörungen, Schwitzen, Sehstörungen, Magen- Darm-Probleme, Verstopfung, Zittern, Kopfschmerzen, die zum Teil sehr unangenehm sein können, sich jedoch nach wenigen Tagen deutlich zurück bilden oder ganz verschwinden. Das Tückische an den Nebenwirkungen ist, dass sie zum Teil den Symptomen der Depression sehr ähnlich sind. Es gibt auch das Phänomen, dass sich wenige Tage nach Beginn der Einnahme die Symptome verstärken, bevor die dann die positive Wirkung durchbricht. Man erklärt sich dies mit einem kurzfristigen Mangel an bestimmten Neurotransmittern. Eine solche Erfahrung führt natürlich zu zusätzlicher Unsicherheit. Für den Krankheitsverlauf ist oft das Vertrauen des Patienten von Bedeutung.
Daher ist es wichtig, dass depressive Patienten, wenn sie Zweifel an der Richtigkeit der medikamentösen Behandlung haben, darüber mit ihrem Arzt sprechen. Die Wirkung tritt leider erst nach 10 bis 20 Tagen oder nach noch längerer Zeit ein. Die Zeit bis zum Eintritt der Wirkung fordert die Geduld des Patienten heraus, auch eine gute Betreuung in dieser Phase ist sinnvoll und wichtig, um einen Abbruch zu verhindern.
Generell ist anzumerken, dass oben genannte Nebenwirkungen auch in ähnlicher Form als Störungen bei Depressionen vorkommen können. Zu Beginn der Behandlung ist daher zu berücksichtigen, dass nicht die Beschwerden auch Ausdruck des depressiven Syndroms und nicht der Nebenwirkungen sein können.
Dies dem Patienten klar zu machen, ist oft schwierig. Der Beipackzettel stellt hier eher ein therapeutisches Hindernis dar.


