Sorgen sind etwas Alltägliches...

 
Sorgen sind etwas Alltägliches...

Generalisierte Angststörung


So macht man sich Sorgen, wenn eine nahestehende Person (Partner, Kind) zur erwarteten Zeit nicht nach Hause kommt.
Ein anderes Beispiel wären Sorgen aufgrund unerklärlicher körperlicher Beschwerden.

In den meisten Fällen klären sich die Sorgen rasch von alleine auf (z.B. kommt der Verspätete unversehrt nach Hause) oder man kann etwas zur Bewältigung der Sorgen unternehmen (z.B. eine medizinische Untersuchung der körperlichen Beschwerden).

Wenn die Sorgen und Ängste jedoch im Leben eines Menschen überhand nehmen, als nicht mehr kontrollierbar erlebt werden und über einen längeren Zeitraum hinweg den Alltag beeinträchtigen, kann es sich um eine Generalisierte Angsterkrankung handeln.

Im Zentrum der Generalisierten Angsterkrankung stehen häufige, langandauernde Sorgen und Ängste über belastende Situationen oder Ereignisse in der Gegenwart oder nahen Zukunft.

Die Inhalte der Sorgen betreffen dabei v.a. die Bereiche Familie/Partnerschaft, zwischenmenschliche Kontakte, Arbeit/Leistung, Finanzen und Gesundheit. Außerdem machen sich Menschen mit generalisierter Angst in beträchtlichem Ausmaß auch über alltägliche Angelegenheiten Gedanken. Der Begriff "generalisiert" bezieht sich darauf, dass die Ängste und Sorgen in vielen Situationen auftreten können und verschiedene Bereiche betreffen.

Beispiele für Sorgen:
  • "Mein Ehemann könnte einen Unfall haben!"
  •  "Ich kann mich in Gesprächen nicht richtig ausdrücken!"
  • "Ich könnte etwas im Beruf etwas falsch machen!"
  • "Ich selbst oder ein Familienangehöriger könnte schwer erkranken!"
  • "Das Geld wird für die Kinder und ihre Zukunft nicht reichen!"
  • "Ich könnte den Bus verpassen und dann zu spät kommen!"
Die Sorgen treten v.a. abends oder frühmorgens auf und können stundenlang andauern. Die betroffenen Personen spielen dabei ihre Sorgen und Probleme in Form von Katastrophenszenarios immer wieder gedanklich durch, ohne zu einer Lösung zu kommen.

Die Sorgen sind im Kern durchaus realistisch (z.B. ist es möglich, dass jemand verunglückt, erkrankt, etc.).
Personen mit generalisierter Angst erleben ihre Sorgen jedoch als überaus bedrohlich und nur schwer kontrollierbar (im Sinne von abschalten, beenden).




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