70 Prozent der Messgeräte fürs Handgelenk taugen nichts

Wer unter zu hohem Blutdruck leidet, sollte den Konsum von
Kochsalz reduzieren und dreimal pro Wochen 30 Minuten lang mäßig Ausdauersport betreiben. Diese und andere Ratschläge gaben vier Ärzte bei einer Telefonaktion der „Mittelbadischen Presse“. Rund ein Viertel der Weltbevölkerung leidet an Bluthochdruck. In Deutschland betrifft diese Krankheit 20 Millionen Menschen (Österreich 2 Millionen Menschen) und davon jeden Zweiten über 60 Jahre. Anlässlich des Welt-Hypertonietages (Bluthochdruck) hatte die „Mittelbadische Presse“ vier Experten ans Telefon gebeten. Es standen Franz-Matthias Lüttgen (Chefarzt Medizinische Klinik III am Klinikum Offenburg), Hans-Frieder Benzing (Oberarzt Med. Klinik III am Klinikum Offenburg), Ralf Stehle (Oberarzt der Medizinischen Abteilung an der Offenburger St. Josefsklinik) und Bernd Geiss (Internist und Nephrologe am Nephrologischen Zentrum Offenburg) Rede und Antwort.
Warum schwankt der Blutdruck überhaupt?
Das ist physiologisch bedingt. Der
Blutdruck schwankt von Herzschlag zu
Herzschlag. Der Ruheblutdruck eines gesunden Menschen sollte 140 zu 90 nicht überschreiten, bei Diabetikerin in der Regel nicht mehr als 130 / 80 betragen.
Warum ist mein Blutdruck vor allem morgens so hoch?
Generell ist der Blutdruck nach dem Aufstehen am höchsten. Wer an Bluthochdruck leidet, sollte deshalb darauf achten, seine Medikamente möglichst früh einzunehmen oder sogar schon ergänzend am Vorabend. Denn der Blutdruck kann auch nachts schon sehr hoch sein. Ob das so ist, kann in einer 24-Stunden-Messung festgestellt werden.
Soll ich selber meinen Blutdruck messen?
Das ist sinnvoll, und zwar an mehreren Tagen möglichst immer denselben Zeiten. Dabei ist der Mittelwert eines Tages entscheidend, der sich aus allen gemessenen Werten errechnet.