auffüllen. An diesem Abend werden in Berlin die Pizzerien überfüllt sein und der Absatz von Spaghetti- und Nudelgerichten seinen Jahreshöchststand erreichen.

Die sportlichen Diabetiker kennen ihren Körper genau. Viele sind bereits in den letzten Monaten 60 Kilometer und mehr pro Woche im Training gelaufen. Und wie reagiert der Stoffwechsel darauf? Vor allem Unterzuckerungen kommen schon einmal vor, "weil ich mich verschätze, oder das Insulin sich eben ganz anders auswirkt als ohne diese extreme Bewegung", sagt Herbert aus Lütgenburg, und rät: "Bis zum Lauf reichlich Kohlenhydrate essen, locker bleiben, den Zucker hochpushen und darauf achten, dass nicht zuviel Insulin im Blut ist! Ich werde zur Sicherheit bei Kilometer 20 und 30 den Blutzucker testen lassen. Die paar Sekunden nehme ich in Kauf."

Arno aus Österreich Aufkommende Unterzuckerungen spürt der Diabetiker meistens sehr schnell. Sein Puls steigt unvermittelt an und er fühlt sich auf einmal komplett schwach. Dann müssen dringend schnellwirksame Kohlenhydrate her. Trotzdem ist die Blutzuckermessung während des Marathons enorm wichtig, denn je nach Trainingsform und Laufgeschwindigkeit ändert sich der Insulin- bzw. Kohlenhydratbedarf. "Wenn man etwas Schnelles macht, steigt der Zucker extrem an, wenn du langsam und lange läufst, verbrauchst du irrsinnig viel Zucker! Weil man vorher nie weiß, was ist, geh' i ohne Messgerät nimmer laufen!", sagt Arno im charmanten Dialekt seiner österreichischen Heimat. Er schätzt, das er in drei Stunden 15 Minuten im Ziel ist, doch wichtiger ist es ihm, "gesund ins Ziel zu kommen, und dass man die letzten 12 Kilometer auch noch genießt. Das ist meistens der gefährliche Abschnitt, wo etwas passieren kann."
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.diabsite.de)




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