Depressionen: Doppelt so häufig bei Diabetes
Im Zusammenhang mit Diabetes ist das Risiko deutlich erhöht, zugleich an einer Depression zu erkranken. Diese erhöhten Erkrankungszahlen finden sich bei unterschiedlichen Erhebungsmethoden (Fragebogen oder Interview) sowie bei verschiedenen Stichproben. Heute geht man daher davon aus, dass Depressionen bei Menschen mit Diabetes etwa doppelt so häufig vorkommen wie bei Menschen ohne Diabetes. Mindestens jeder 10. Diabetiker ist somit aktuell davon betroffen. Die Untersuchungen zeigen auch, dass das Auftreten einer Depression häufig mit einer schlechteren Stoffwechseleinstellung, mehr Komplikationen und einer deutlich reduzierten Lebensqualität verbunden ist. Besonders bei Menschen mit Folgeerkrankungen ist die Depressionsrate erhöht.Aus diesem Grund wird übereinstimmend in den Leitlinien der Deutschen Diabetes-Gesellschaft wie auch in den Empfehlungen der Amerikanischen Diabetes Gesellschaft gefordert, dass bei jedem Menschen mit Diabetes in regelmäßigen Abständen geprüft wird, ob eine Depression vorliegt.


