zu vier Injektionen pro Tag führen das lebensnotwendige Stoffwechselhormon Insulin zu. Es wird in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Abhängig vom Alter lernt das Kind dies eigenständig durchzuführen. Bei der modernen Insulintherapie können Eltern und Kind nach individuell festgelegten Korrekturregeln die Insulingaben verändern und an den Bedarf anpassen.

2. Die Ernährung bei Diabetes mellitus Typ 1

Die Ernährung bei Diabetes mellitus Typ 1 soll zusammen mit der Insulingabe den Energiehaushalt des Körpers ausgeglichen halten. Bei einer ausgewogenen Mischkost ist für Menschen mit Diabetes ein vollständiger Verzicht auf haushaltszuckerhaltige Nahrungsmittel nicht mehr erforderlich. Sie werden jedoch im Rahmen der Ernährung berechnet. Die dafür erforderliche Insulinmenge muss entsprechend zugeführt werden. Mit sehr wenigen Ausnahmen wird die Verwendung typischer, diätetischer "Diabetikerprodukte" nicht mehr empfohlen.

3. Die Kontrolle des Stoffwechsels

Ohne Kontrolle des Blutzuckers ist eine Behandlung nicht möglich. Kinder beziehungsweise Jugendliche müssen den Blutzucker in der Regel vor den Hauptmahlzeiten und vor dem Schlafengehen messen. In Ausnahmefällen, wie bei fieberhaften Infekten oder intensivem Sport, können zusätzliche Bestimmungen nötig sein. Durch Anpassungen der Insulinmenge und der Ernährung werden notwendige Korrekturen durchgeführt. Dies können Kinder und Jugendliche erlernen und dann selbstständig erledigen. Bei Auffälligkeiten ist eine Rücksprache mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt notwendig.

4. Bewegung

Regelmäßige körperliche Betätigung tut jedem gut und beeinflusst bei Menschen mit Diabetes die Blutzuckerwerte günstig. Kinder und Jugendliche mit Diabetes mellitus können nicht nur, sondern sie sollten am Sportunterricht und an Freizeit- und Sport-Aktivitäten teilnehmen. Alle Arten von Sport sind erlaubt, insbesondere Ballsportarten, aber auch Ausdauersport. Dabei sind bestimmte Voraussetzungen zu beachten, beispielsweise, dass vor Beginn der sportlichen Aktivität der Blutzucker gemessen und bei Bedarf eine zusätzliche Mahlzeit in Form von Obst oder Obstsaft eingenommen wird.

Ein ganz normaler Alltag - ist das mit Diabetes mellitus möglich?

Auch Kindergarten und Schule können und sollen Kinder mit Diabetes mellitus Typ 1 wie andere Kinder besuchen. Ebenso sollte die Berufswahl der Jugendlichen in erster Linie nach persönlichen Neigungen und Interessen getroffen werden. Wichtig ist jedoch eine intensive Schulung von Kindern und Eltern, um besondere Situationen wie Unter- oder Überzuckerung zu verhindern und Hilfestellung für den Alltag im Umgang mit der Krankheit zu erhalten sowie ein enger Kontakt zu der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.optipage.de)




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