Diabetes mellitus - Eine Krankheit auf dem Vormarsch
Jeder dritte Deutsche wird künftig Diabetiker sein – davon gehen Experten aus. Schon jetzt sind sechs Millionen Bundesbürger von der Stoffwechselkrankheit betroffen. Was sind die Ursachen für Blutzucker und wie kann man vorbeugen?Typ-1-Diabetes
In der menschlichen Bauchspeicheldrüse befinden sich die Langerhans´schen Inseln, auch Beta-Zellen genannt. Diese produzieren das Hormon Insulin. Alle Körperzellen benötigen dieses Hormon, um den durch Nahrung zugeführten Zucker aus der Blutbahn aufnehmen zu können. In der Zelle wird der Zucker zu Energie verbrannt. Typ-1-Diabetes ist eine Autoimmunerkrankung, das heißt, körpereigene Abwehrstoffe zerstören die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Dadurch entsteht ein absoluter Mangel am Hormon Insulin und der Körper kann den Zucker aus der Blutbahn nicht verarbeiten, so kommt es zum Blutzucker.Die Krankheit beginnt meistens schon im Kindes- oder Jugendalter, aber auch später kann sich ein Typ-1-Diabetes noch entwickeln. Derzeit gibt es noch keine Heilungsmethoden, mit Insulin lässt die Krankheit sich aber gut behandeln.
Nur 5 Prozent der Diabetes-Erkrankungen in Deutschland sind Typ-1 zuzuordnen. Man kann selbst nichts tun, um der Krankheit vorzubeugen. Es lässt sich allerdings bestimmen, ob jemand an Typ-1-Diabetes erkranken wird. Die Bestimmung der Abwehrzellen gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse bringt dies ans Licht. Außerdem zeigt ein intravenöser Glukosetoleranztest wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch produziert. Durch eine vorbeugende Behandlung mit Insulin lässt sich der Ausbruch der Krankheit verzögern.
Ursachen: genetische Veranlagung, Virusinfektionen
Symptome: ständiger Durst, häufiges Wasserlassen, Gewichtsverlust, Atem riecht nach Aceton (ähnlich Nagellack)
Folgeerkrankungen
Sowohl Typ-1- als auch Typ-2-Diabetes können Folgeerkrankungen nach sich ziehen. Verletzungen an den Füßen sind bei Diabetikern häufig die Folge einer Schädigung der feinen Nervenendigungen. Diese Schädigung wird Neuropathie genannt. Sie kann Störungen der Sensibilität und der Motorik hervorrufen. Außerdem können sich unabhängig davon autonome Geschwüre entwickeln.Zudem vermindert sich die Schmerzempfindung. Es ist sogar möglich, dass der Betroffene an den Füßen überhaupt keinen Schmerz mehr empfinden kann. Das kann schwerwiegende Folgen nach sich ziehen. Häufig werden Verletzungen an den Füßen, wie sie z. B. beim Barfußlaufen oder durch zu enge Schuhe entstehen können, nicht bemerkt. Der Fuß sollte täglich nach eventuellen Verletzungen inspiziert werden. Das reduzierte Empfinden gilt auch für Verbrennungen durch zu heiße Bäder, Wärmflaschen oder Feuer. Verbrennungen werden oft erst bemerkt, wenn schon Brandblasen oder verkohlte Haut entstanden ist. In manchen Fällen entstehen auch Verletzungen durch ätzende Flüssigkeiten. Das kann geschehen, wenn man chemische Mittel zur Entfernung der Hornhaut benutzt. Mangelnde Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen und die Veränderung an den feinen Nervenendigungen führen dazu, dass sich auch die Muskeln im Fußbereich verändern. Sie bilden sich zurück. Es kann sogar zu einer völligen Verkümmerung kommen. Man nennt diesen Vorgang Atrophie. Durch die Atrophie kommt es zu einer Verformung oder Deformierung des Fußes. Es bilden sich auffällige Erscheinungen, wie lesen Sie weiter


