Diabetes mellitus Typ 2 -verbesserter Stoffwechsel durch Insulin Lantus

Mit einem analogen Basalinsulin gelingt es den meisten Patienten mit Typ-2-Diabetes, ihre Stoffwechseleinstellung substanziell zu verbessern. Dies zeigen neue Daten, präsentiert am EASD im September 2005 in Athen. Im Vergleich zu einem konventionellen Insulin lässt sich der HbA1c-Wert mit Insulin glargin effektiv erniedrigen. Dabei bleibt das Risiko an Hypoglykämien konstant niedrig.
„Die
Insulintherapie ist zwar eine der effektivsten Methoden zur Glukosekontrolle, doch sie wird aus Angst vor Unterzuckerungen oft zu spät eingeleitet oder unzureichend dosiert und die Patienten nicht gut genug eingestellt”, sagte Prof. Julio Rosenstock von der Universität Texas des Southwestern Medical Centers in Dallas, Texas. „Mit Insulin glargin sind alle diese Befürchtungen überflüssig, wie ein breites Studienprogramm unter Beweis gestellt hat.“ Die tägliche Einmalgabe von Insulin glargin (Lantus®) bietet den Patienten die Möglichkeit, eine effiziente Behandlungsstrategie konsequent umzusetzen.
Einfache Einstellung mit zwei Dosierungsschemata
Rosenstock verweist in diesem Zusammenhang auf die einfache Einstellung mit Insulin glargin. Zwei Dosierungsschemata sind dafür offenbar ähnlich gut geeignet, wie die Daten der AT.LANTUS-Studie (A Trial comparing Lantus Algorithms to achieve Normal blood glucose Targets in patients with Uncontrolled blood Sugar) zeigen. Die von Davies et al kürzlich vorgestellten Resultate (Diabetes Care 2005; 28: 1282–1288) belegen an fast 5.000 Patienten, die seit durchschnittlich zwölf Jahren an Typ-2-Diabetes erkrankt waren, dass beide Möglichkeiten zum gewünschten Ziel führen. Eine Gruppe startete beim Schema 1 mit 10IE pro Tag Insulin glargin und steigerte die Dosis wöchentlich um zwei bis acht Einheiten, je nach vorgegebenem
Nüchternblutzucker-Intervall. Die andere Gruppe erhöhte beim Schema 2 dagegen die Dosis alle drei Tage um zwei Einheiten, solange der Zielblutzucker noch nicht erreicht war. Innerhalb von 24 Wochen konnte mit beiden Schemata zur Dosissteigerung der HbA1c von ursprünglich 8,9% um mehr als einen Prozentpunkt gesenkt werden. Knapp ein Drittel der Patienten erreichte in dieser Zeit das Therapieziel eines HbA1c von 7,0% oder weniger. Rosenstock ergänzte: „Schema 2 schien zwar etwas besser zu sein, letztendlich konnten aber keine großen Unterschiede zwischen den Schemata ausgemacht werden.“ Die Hypoglykämierate lag in beiden Gruppen unter einem Prozent.
Gute Kombinierbarkeit mit oralen Antidiabetika
„Die überaus niedrigen
Hypoglykämieraten – auch nachts – bieten überzeugende Vorteile für den Patienten“, erklärte Prof. Dr. Hans Uwe Janka, Bremen, „zudem sind sowohl tagsüber als auch nachts nur geringfügige Blutzuckerschwankungen zu erwarten. Ebenso ist das basale Insulinanalogon auch in der Kombination mit oralen Antidiabetika dem konventionellen Mischinsulin überlegen“, betonte der Diabetologe. Das zeigen die Daten der LAPTOP-Studie (Janka et al, Diabetes Care 2005; 28: 254–259). Im Rahmen dieser Studie erhielten 334 Patienten mit Typ-2-Diabetes entweder Metformin plus Glimepirid plus einmal täglich morgens Insulin glargin oder Mischinsulin (30% Normalinsulin/ 70% NPH-Insulin) morgens und abends. Nach 6 Monaten hatten 45% der Patienten der
Insulin glargin-Kombinationsgruppe einen HbA1c-Wert unter sieben Prozent ohne nächtliche Hypoglykämien erreicht. In der Vergleichsgruppe war dies nur bei 29% der Fall. Auch in dieser Studie bestätigte sich das geringere Hypoglykämierisiko unter der Basalinsulintherapie (1,9 versus 4,5 dokumentierte Hypoglykämien pro Patient). Im Vergleich zur Mischinsulingruppe wurde in der Basalinsulingruppe auch circa etwa zwei Drittel weniger Insulin benötigt (28,2 versus 64,5IE). Damit verbunden war nach Angaben von Janka sowohl eine geringere Gewichtszunahme als auch eine Verbesserung der Lebensqualität. Dies betraf besonders ältere Patienten. „Alle diese Faktoren müssen bei einer Neueinstellung berücksichtigt werden. Wenn wir unseren Patienten die Therapie erleichtern wollen, wird unsere Wahl auf Insulin glargin
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