glargin fallen“, schloss Janka.

Start des Basal plus-Konzeptes

Ein weiterer Vorteil von Insulin glargin sei das deutlich verminderte Risiko für nächtliche Unterzuckerungen, fügte Prof. David Owens, Cardiff, an. Durch das gleichmäßige Wirkprofil des Insulinanalogons würde der Blutzucker seiner Erfahrung nach über den ganzen Tag gesenkt und zwar unabhängig davon, zu welcher Tageszeit gespritzt werde. Wichtig sei, dass Insulin glargin immer im gleichen Abstand von 24 Stunden gespritzt werde. In seltenen Fällen kommt es während der Auftitration des basalen Insulins zu einem erhöhten Risiko von Hypoglykämien.

Ist der Nüchternblutzucker unter 100mg/dl , aber der HbA1c-Wert über 7% oder die postprandialen Blutzuckerwerte über 135mg/dl, dann könne die zusätzliche Gabe eines prandialen Insulins in Erwägung gezogen werden, so Owens weiter. Diese Dosis sollte dann nach Meinung Owens am besten vor der Hauptmahlzeit einmal täglich verabreicht werden. „Dieses „Basal plus“-Konzept ist für die meisten Patienten gut durchführbar und schränkt sie in ihrem Aktionsradius nicht ein“, berichtete Prof. Dr. Denis Raccah, Marseille. Um aber die optimale Durchführung und eine gute Stoffwechselkontrolle zu finden, werden demnächst drei weltweite Studien gestartet, die dieses Schema überprüfen sollen. In diesen Studien wird vor allen Dingen das rasch wirksame Insulinanalogon Insulin glulisin (Apidra®) als Zusatzgabe zu Insulin glargin eingesetzt, ergänzte Prof. Dr. R. Bretzel, Gießen. Diese Substanz zeigt in der Bioverfügbarkeit rasch einen ausgeprägten Peak und kann so postprandiale Blutzuckerspitzen abfangen. Patienten begrüßten vor allem den Wegfall des Spritz-Ess-Abstandes mit den kurz wirksamen Insulinanaloga und berichteten über einen Gewinn an Lebensqualität. Daher bietet sich Insulin glulisin als gute Ergänzung zu Insulin glargin an.

Verbesserung der metabolischen Parameter durch Insulin glargin

Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass eine weitere Verbesserung der glykämischen Parameter durch Insulin glargin auch für Patienten möglich ist, die vorher unter einer intensivierten konventionellen Insulintherapie standen. Dr. M. Richter, Hannover, konnte dies durch die Präsentation der ersten Ergebnisse der SAFIR-Studie belegen (Richter M et al, EASD 2005, Abstract 6). In dieser Untersuchung wurden 367 Typ-2-Diabetiker mit einem HbA1c-Wert unter 7% und einer guten Kontrolle des Diabetes inkludiert. Diese Patienten wurden von einer intensivierten Insulintherapie mit konventionellem Insulin auf Insulin glargin umgestellt. Als primäre Endpunkte dieser 10-wöchigen, multizentrischen Studie wurden die glykämische Kontrolle und die Anzahl an hypoglykämischen Episoden angegeben. Alle Patienten litten nahezu 13 Jahre an ihrer Krankheit und der BMI der Patienten betrug im Mittel 31,7. SAFIR konnte demonstrieren, dass die Patienten von einer Basalinsulintherapie einen zusätzlichen Gewinn hatten, indem der HbA1c-Wert weiter reduziert werden konnte. Folgende Ergebnisse wurden erzielt:
Darüber hinaus erwiesen sich die Nüchternblutzuckerwerte durch die Therapie mit Insulin glargin ebenfalls als wesentlich reduziert. Hypoglykämien waren nur in geringer Zahl ausgeprägt und durch Insulin glargin in ihrer Anzahl nicht erhöht. Richter verwies abschließend auf folgende Tatsache: „Alle Diabetes-Fachgesellschaften empfehlen mittlerweile einen HbA1c-Wert von <=7%. Wie unsere Studie zeigt, lassen sich solche Werte durch den Switch auf Insulin glargin annähernd optimal erreichen.“
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.diabetes-austria.com)




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