Frau zurückzieht, weiss ich schon sofort, dass dies nicht die richtige für mich ist. Mit jemanden, der mich mit Diabetes nicht akzeptiert, will ich sowieso nicht zusammenleben". Ein ständiges schlechtes Gewissen, wegen dem Diabetes eine mögliche Belastung für den Partner darzustellen oder ein unausgesprochener Vorwurf, wegen des Diabetes sei die Erreichung gemeinsamer Lebenziele (z.B. Kinder) nicht möglich, ist sicher für eine langfristig gute, sich gegenseitig unterstützende Partnerschaft, Gift.
Offen miteinander reden

Ein Merkmal einer guten Beziehung ist der Austausch von Gefühlen, Gedanken oder möglicher Belastungen. Eine lebendige Partnerschaft lebt davon, dem Anderen mitzuteilen, was jeder den Tag über erlebt hat, was einen im Moment gerade beschäftigt, welche Sorgen einen plagen. Glückliche Paare haben dafür oft kleine Rituale entwickelt, um dafür auch Zeit und Raum zu haben: Ein gemeinsamer Plausch nach dem Abendessen, regelmäßige Telefonanrufe oder das bewusste Freihalten von Zeiten, in denen ein intensiverer Austausch möglich ist. Dagegen gibt es in nicht gut funktionierenden Partnerschaften viele "Tabuthemen", die beide tunlichst vermeiden, da es ansonsten zu Streit und Meinungsverschiedenheiten kommt. Je mehr wichtige Felder der Partnerschaft solchermaßen tabuisiert sind, desto starrer ist in der Regel die Beziehung. Da Diabetes ein wesentlicher Bereich des Lebens darstellt, ist es sicher ein Merkmal einer guten Partnerschaft, wenn es den Partnern gelingt, auch über die alltäglichen Erlebnisse, Sorgen und Nöte rund um den Diabetes offen zu kommunizieren.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.diabetes-psychologie.de)




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