Diabetische Retinopathie

 
Diabetische RetinopathieSowohl Diabetes Typ 1 als auch Diabetes Typ 2 können zu einer Schädigung der kleinen (kapillaren) Gefäße führen, welche die Retina mit Blut versorgen. Diese Kapillargefäße können durch hohen Blutzucker und hohen Blutdruck geschädigt werden, indem sich kleine Bläschen, so genannte Mikroaneurysmen, bilden. Diese können ebenso platzen wie Blutgefäße und in die Retina bluten. In diesem Stadium der so genannten nicht-proliferativen oder Hintergrund-Retinopathie merkt der Betroffene meist noch nichts von der Retinopathie.

Im fortgeschrittenen Stadium der Komplikation, der so genannten proliferativen Retinopathie, bilden sich neue Blutgefäße in der Retina. Schließlich muss für den Sauerstoff und die Ernährung, die sie für ein regelrechtes Funktionieren benötigt, gesorgt sein. Diese neuen Gefäße sind jedoch sehr schwach entwickelt und die Wahrscheinlichkeit einer Blutung oder eines Flüssigkeitsverlustes auf die Retinaoberfläche ist hier noch viel größer. Wenn sie gar in den Glaskörper des Auges hineinbluten, kann das Sehvermögen ernsthaft gestört werden.

Wenn sich als Antwort auf das Wachstum neuer Gefäße und der Blutungen Narbengewebe entwickelt, kann das zur Ablösung der Retina vom Augenhintergrund und damit zur Erblindung führt.
  • In 80 Prozent aller Fälle von Blutgefäßschädigung im Auge bei Diabetes ist die nicht-proliferative diabetische Retinopathie die Ursache.
  • Die nicht-proliferative diabetische Retinopathie führt selten zu einer kompletten Erblindung. Trotzdem erblinden - im rechtlichen Sinne - dadurch noch immer fünf bis 20 Prozent der Diabetiker innerhalb von fünf Jahren.
  • Ungefähr einer von fünf Typ 2 Diabetikern hat bereits zum Zeitpunkt der Diabetesfeststellung einen bedeutenden Grad der Retinopathie.
  • Eine Schwangerschaft kann die Entwicklung einer Retinopathie beschleunigen, weshalb Frauen mit Diabetes unbedingt regelmäßige Augenuntersuchungen benötigen.

Risiko-Faktoren

Beides, erhöhter Blutzucker und erhöhter Blutdruck, kann zur Schädigung der kleinen Blutgefäße im Auge beitragen.
Beschwerden und Symptome
In den frühen Stadien einer diabetischen Retinopathie werden oft keine Symptome bemerkt, sogar das Sehvermögen scheint unverändert - obwohl die Erkrankung bereits fortgeschritten ist! Einerseits kann die Retinopathie im Anfangsstadium zu verschwommenem oder blockiertem Sehvermögen führen, andererseits kann diese Erkrankung sich lange Zeit ohne Symptome entwickeln. Gerade aus diesem Grund ist es wichtig, dass Diabetiker ihre Augen regelmäßig untersuchen lassen.




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