Gesündere Ernährung und die Bedeutung von Fett

Übergewicht und zu hohe
Blutfettwerte sind nicht nur für Menschen mit Diabetes Risikofaktoren für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die Reduktion des Übergewichtes, kombiniert mit fettarmer Ernährung und sportlicher Bewegung, kann Leben retten. Die meisten Menschen, deren Blutfett-Werte nicht im Normbereich liegen, habenÜbergewicht. Das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfälle ist bei dieser Kombination besonders hoch. Das gleichzeitige Vorliegen eines Diabetes mellitus verschärft die Situation weiter. Denn der Überschuss an
Blutzucker trägt zur Arteriosklerose, also zur Wandverdickung und Verhärtung der Arterien bei (
Makroangiopathie) oft verbunden mit Verengung der Gefäßlichtung und erhöht auf diese Weise das Risiko für Erkrankungen, die mit dem Blutfluss zusammenhängen. Die Folgen können fatal sein: Die Makroangiopathie kann die Lebensdauer eines Menschen mit Typ 2-Diabetes um durchschnittlich acht Jahre verkürzen! Wie französische Wissenschaftler in der so genannten Lyon-Heart-Studie zeigenkonnten, lässt sich das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten allerdings einfach senken: Eine Umstellung der Ernährung kann Herzinfarkte und Schlaganfall verhindern.
Essverhalten und Bewegung sind wichtige Faktoren
Das Übergewicht wird nach den Ergebnissen wissenschaftlicher Studien etwa zu einer Hälfte durch Veranlagung und zur anderen Hälfte durch das Verhalten bei Essen und Bewegung bestimmt. Die Steuerung des Essverhaltens geschieht hauptsächlich über unsere Gefühle und Emotionen: Die Einen essen zum Beispiel Süßes oder Herzhaftes bei Stress oder bei Belastung, die Anderen wurden stets dazu angehalten, den Teller leer zu essen.
Risiko für Übergewicht steigt
Das Essverhalten hat sich in den letzten hundert Jahren stark geändert. Die Energiezufuhr ist gestiegen, doch vor allem hat sich die
Nahrungszusammensetzung gewandelt und wir arbeiten körperlich sehr viel weniger: Wir essen heute mehr Fett und weniger Kohlenhydrate. Der Fettverzehr liegt zurzeit ungefähr bei 40 Prozent unserer täglichen Kalorien-Gesamtaufnahme - die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt jedoch nur 25-30 Prozent! Zusammen mit vermehrt sitzenden Tätigkeiten und dem daraus resultierenden, niedrigeren Energieverbrauch besteht für viele Personen in Industrieländern ein Risiko für
Übergewicht.
Auf das Verteilungsmuster kommt es an
Beim Risiko für
Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt neben dem Übergewicht und den Blutfetten auch das Verteilungsmuster des Fettes bei Mann und Frau eine Rolle: Das so genannte abdominale Fett (Fettansammlung am Bauch, vorwiegend beim Mann anzutreffen, stellt einen Risikofaktor dar, da es an Fettstoffwechselstörungen beteiligt ist und diese verstärken kann. Dem peripheren Fett hingegen (Fettansammlung an Oberschenkel und Po, vorwiegend bei Frauen anzutreffen) wird diese Wirkung nicht nachgesagt.
Was tun gegen Übergewicht?
Beim Kampf gegen das
Übergewicht steht das Fett im Mittelpunkt. Doch ein völliger Verzicht ist nicht notwendig, denn Fett ist nicht gleich Fett. Neben Triglyzeriden gibt es auch das LDL- und das HDL-Cholesterin das "gute" und das "schlechte" Fett. Es ist wichtig, die verschiedenen Fette in der Ernährung richtig zu nutzen, um das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall zu vermindern. Darüber hinaus beeinflusst auch die Steigerung von körperlicher Aktivität das Gewicht positiv: Bereits jeden Tag ein strammer Spaziergang kann beim Abnehmenhelfen.
Vier Schritte zum Erfolg
Wenn Sie Ihr Gewicht in den Griff bekommen wollen, sollten Sie wohl überlegt und schrittweise vorgehen: