Hypertonie und Typ-2-Diabetes:Blutdrucksenker Blopress® verhindert auch Diabetes-Neuerkrankungen

 
Hypertonie und Typ-2-Diabetes:Blutdrucksenker Blopress® verhindert auch Diabetes-NeuerkrankungenHypertonie und Typ-2-Diabetes bestehen oft gleichzeitig. Bei diesen Patienten ist eine optimale Blutdruckeinstellung von besonderer Bedeutung. Unter den Antihypertensiva beeinflussen AT1-Rezeptorblocker wie Candesartan (Handelsname: Blopress®), zusätzlich zur blutdrucksenkenden Wirkung, auch den Glukosestoffwechsel günstig. Neue Daten zeigen, dass Blopress® Diabetes sogar verhindern kann.

Die Hypertonie ist ein bedeutender Risikofaktor für kardiovaskuläre Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall und die damit verbundenen Sterblichkeit. Besonders gefährdet sind diese Patienten jedoch, wenn gleichzeitig ein Typ-2-Diabetes besteht. Ursache für das häufig gleichzeitige Auftreten der beiden Erkrankungen ist die Insulinresistenz. Seit längerem ist bekannt, dass sich Antihypertensiva in der Wirkung auf Insulinsensitivität und Glukosestoffwechsel unterscheiden. Während ältere Substanzen wie Thiaziddiuretika oder Beta-Blocker den Glukosestoffwechsel negativ beeinflussen, können AT1-Rezeptorblocker wie Candesartan, zusätzlich zur Blutdrucksenkung, die Insulinsensitivität verbessern und dadurch positiv auf den Glukosestoffwechsel wirken.

Blopress® verbessert Insulinsensitivität

Erstmals konnte der positive Einfluss von Blopress® auf die Insulinsensitivität in der CROSS-Studie gezeigt werden. In dieser Untersuchung wurden adipöse Hypertoniker entweder mit Blopress® (8-16mg) oder Hydrochlorothiazid (HCTZ 25-50 mg) drei Monate lang behandelt. Bei vergleichbarer Blutdrucksenkung führte Blopress® zu einer signifikanten Verbesserung der Insulinsensitivität, während sie sich unter HCTZ sogar verschlechterte.

Weniger Diabetes unter Blopress®

Dass die günstige Wirkung von Blopress® auf den Glukosestoffwechsel auch klinisch relevant ist, wurde durch die ALPINE-Studie bestätigt. In dieser Untersuchung wurden 392 Patienten entweder mit Blopress® 16 mg (bei Bedarf Felodipin als Add-on) oder HCTZ 25 mg (bei Bedarf Atenolol als Add-on) über 12 Monate behandelt. Während innerhalb dieses kurzen Zeitraumes acht mit dem Diuretikum behandelte Patienten an Diabetes erkrankten, trat in der Blopress®-Gruppe nur bei einem einzigen Patienten eine Diabetes-Neuerkrankung auf (p=0.03).

Diabetesprävention auch bei Herzinsuffizienz

In den placebokontrollierten CHARM-Studien wurde gezeigt, dass Blopress® die Mortalität und Morbidität bei Patienten mit Herzinsuffizienz signifikant reduziert. Da Patienten mit Herzinsuffizienz ebenfalls ein hohes Diabetesrisiko aufweisen, war die Frage nach diabetespräventiven Effekten von Blopress® ein zusätzlicher Gegenstand der Untersuchung. Im CHARM-Preserved-Studienarm (Patienten mit linksventrikulärer Auswurffraktion > 40%, d.h. bei weitgehend erhaltener Pumpleistung des Herzens) wurde mit Candesartan eine Reduktion des Neuauftretens von Diabetes um signifikante –40% gezeigt (p=0.005) (Abb. 1). In der gesamten Studienpopulation (d.h. einschließlich der schweren Fälle von Herzinsuffizienz) lag die Reduktion bei –22% und erreichte ebenfalls statistische Signifikanz (p=0.02).

Bei Patienten mit Hypertonie und Diabetes weisen AT1-Blocker besondere Vorteile auf. Sie gewährleisten eine effektive Blutdrucksenkung, reduzieren Organschäden (z.B. Niere) und können den Glukosestoffwechsel günstig beeinflussen. Früh eingesetzt können sie Diabetes sogar verhindern. AT1-Blocker wie Candesartan (Blopress®) werden daher sowohl in Österreich als auch international (WHO, Europäische Gesellschaft für Hypertonie und Kardiologie) als bevorzugte Blutdrucksenker bei Patienten mit Diabetes empfohlen.




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