Kaffee: Freund oder Feind?

 
Kaffee: Freund oder Feind?Im Durchschnitt trinkt jeder Deutsche 4 Tassen Kaffee am Tag. Das entspricht 160 Litern bzw. 6,7 Kilo Kaffee pro Jahr. Damit ist Kaffee noch vor Bier das beliebteste Getränk der Deutschen.

Kaffee stellt eine komplexe Mischung aus den unterschiedlichsten in der Natur vorkommenden Chemikalien dar, und beinhaltet einen hohen Anteil an Koffein und Chlorogensäure (Besitzt eine harntreibende Wirkung).

Ungefilterter Kaffee ist eine bedeutsame Quelle für Cafestol und Cahweol, zwei Diterpene (sekundäre Pflanzenstoffe), die heutzutage mit dem Cholesterinsteigernden Effekt von Kaffee in Verbindung gebracht werden. Normaler Filterkaffee besitzt diese negativen Eigenschaften jedoch nicht.

Die Ergebnisse einiger epidemiologischen Studien deuteten darauf hin, dass moderater Kaffeekonsum zum Beispiel bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Parkinson-Krankheit oder Lebererkrankungen, präventiv, also einer derartigen Erkrankung vorbeugend, wirken kann.

Die meisten Studien können die weit verbreitete Meinung, dass Kaffee das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht, dagegen nicht bestätigen. Jedoch wurde nachgewiesen, dass Kaffee viele kardiovaskuläre Risikofaktoren verschlechtern kann. Zu diesen gehören beispielsweise ein erhöhter Blutdruck oder ein erhöhter Blutplasmaspiegel an Homocystein, welcher in Zusammenhang mit Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßerkrankungen gebracht wird.
Auch gibt es gegensätzlich zu allen Bedenken momentan noch keine Ergebnisse, die zeigen, dass Kaffee das Krebsrisiko steigert.

Für Erwachsene mit einem moderaten Kaffeekonsum (3-4 Tassen / Tag bzw. 300-400 mg Koffein / Tag) gibt es folglich nur wenige Anzeichen für ein gesteigertes Krankheitsrisiko.

Aber viele Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel Menschen mit erhöhtem Blutdruck, Kinder, Jugendliche und Senioren könnten eventuell anfälliger oder sensibler auf die negativen Effekte des Koffeins reagieren.
Auch Schwangeren ist auf Grund von neuesten Untersuchungsergebnissen von einem Konsum, der über 3 Tassen Kaffee pro Tag hinaus geht, abzuraten, um eine möglicherweise erhöhte Wahrscheinlichkeit von Aborten und eine Beeinträchtigung des fetalen Wachstums im Mutterleib zu verhindern




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