Sommer, Sonne, Kühle Drinks
Bei den olympischen Spielen in Los Angeles 1984 bot sich den Zuschauern ein schrecklicher Anblick: Die Schweizer Marathonläuferin Gabriela Anderson-Schiess taumelte ins Stadion, ihr Körper gehorchte ihr nicht mehr, sie brach mehrmals auf der Bahn zusammen, schleppte sich die letzten Meter ins Ziel. Dehydratation hieß die Diagnose - Wasserverlust durch Hitze und körperliche Anstrengung. Auf Schwankungen im Wasserhaushalt reagiert unser Körper sehr sensibel.Wir Menschen sind „feuchte Gesellen“. Mehr als die Hälfte unseres Körpergewichtes besteht aus Wasser, etwa 60% sind es. Wir verlieren täglich ungefähr 2,5 Liter Flüssigkeit und müssen also für ausreichend Nachschub sorgen. Diabetiker sollten wegen der Gefährdung ihrer Nieren durch die Erkrankung diese besonders gründlich durchspülen – drei Liter Flüssigkeit pro Tag sind nicht zu viel.
Was das Wasser tut
Wasser übernimmt im Körper viele lebenswichtige Aufgaben:- es ist Baustein unserer Zellen. Das bedeutet, daß alle Zellen des Körpers nur dann funktionstüchtig sind, wenn sie genügend Flüssigkeit erhalten
- es transportiert Nahrungsbestandteile und Abbauprodukte des Stoffwechsels dorthin, wo sie hingehören
- es hält Schleimhäute feucht und
- es reguliert über die Schweißproduktion die Körpertemperatur
Was passiert, wenn man zu wenig trinkt?
- es kommt zu rapidem Leistungsabfall, Müdigkeit, Verwirrtheit. Zu wenig trinken führt relativ schnell zu einer Bluteindickung, der Nährstoff- und Sauerstofftransport zu den Zellen verschlechtert sich ebenso wie der Abtransport von Stoffwechselprodukten. „Trinken Sie mehr Wasser,“ riet Hippokrates schon vor 2000 Jahren allen, die unter Nierensteinen litten. Diese Empfehlung ist auch heute noch aktuell. Tatsächlich sind Nierensteine in heißen trockenen Gegenden sehr häufig.
- schon wenn man zwei bis drei Prozent des Körpergewichtes verliert, kommt es zu Beeinträchtigungen. Bei einem 70 Kilogramm schweren Menschen sind das mehr als zwei Kilo, die man durch Schwitzen schneller verliert, als man glaubt.
- bei Verlust von zehn Prozent des Körpergewichtes an Wasser ist bereits das Gehirn beeinträchtigt.
- bei über zwölf Prozent stellt sich Schluckunfähigkeit ein – die Schleimhäute sind komplett ausgetrocknet, die Muskel (über Wasser nicht mehr energieversorgt) sind zu schwach, um Schluckbewegungen auszuführen. Der Organismus muß intravenös versorgt werden.
- bei einem Flüssigkeitsverlust von 15 bis 20 Prozent des Körpergewichtes besteht akute Lebensgefahr: nach Schwächegefühl folgt Bewußtseinstrübung und schließlich Bewusstlosigkeit.
Trink-Tipps
- Wasser, Ihr persönlicher Flugbegleiter: Auf Reisen im Flugzeug ist Ihre natürliche Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt. Zusätzlich belastet Sie die trockene Luft der Klimaanlage. Trinken Sie pro Reisestunde mindestens 1/4 Liter alkoholfreie Flüssigkeit. Da bleibt man auch im Sitzen fit.
- Drink and Drive: Autofahrer, die zu wenig trinken, werden schneller müde und reagieren daher langsamer. Mindestens 1,5 Liter Mineralwasser pro Tag sorgen für eine sichere Fahrt.
- Wer arbeitet, muss auch trinken: In der Hektik eines Arbeitstages vergisst man oft aufs Trinken. Genau dann, wenn man es am meisten braucht. So wird man schneller müde und unkonzentriert. Lassen Sie daher mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag über den Schreibtisch in Ihre Kehle wandern.
- Schön, dass Sie so viel trinken: Unsere lesen Sie weiter


