Wie lernt mein Kind den Diabetes verstehen?
Hallo!Wie bringe ich einem 10 jährigen Jungen am besten bei, dass es wirklich notwendig ist, sich an die Diät zu halten? Er hat Zuckerschwankungen von 300mg/dl (16,7 mmol/l) bis zu 50mg/dl (2,8 mmol/l)!
Wenn er keine Lust hat, isst er nach dem Spritzen überhaupt nicht. Leider ist es nicht möglich, ihn den ganzen Tag zu beaufsichtigen.
Wo bekomme ich abschreckende Bilder von "Diabetesschäden" her?
Antwort
Zuckerschwankungen liegen normalerweise nicht an einer nicht eingehaltenen Diät, sondern an einer falschen Abstimmung von Insulin und Kohlenhydraten. Sie hängen natürlich auch von der Art der Therapie ab. Diätwaren und spezielle Diabetesdiät spielen überhaupt heute nur noch eine geringe Rolle.
Wenn z.B. für die Insulinverteilung Ihres Sohnes festgelegt sein sollte, dass er vier BE zum Mittag essen soll, ist es relativ egal, ob er eine Tafel normale Schokolade oder 200 Gramm Spaghetti dafür isst. Wichtig ist nur, dass er genug Kohlenhydrate bekommt, um nicht wegen des gespritzten Insulins zu unterzuckern.
Man erspart sich mit Kindern dabei überflüssige Streitereien um das, was an Kohlenhydraten gegessen wird. Das Kind lernt frühzeitig, sich zu entscheiden, was es lieber essen möchte. Es ist schon schwierig genug, festgesetzte Mengen an Kohlenhydraten essen zu müssen. Vielleicht hat Ihr Sohn in 1-2 Jahren einmal Lust, eine flexible Insulintherapie in einer stationären Schulung im Krankenhaus zu erlernen, dann hat er noch mehr Flexibilität in der Verteilung der Kohlenhydrate.
Mit abschreckenden Bildern erreicht man bei Kindern und Jugendlichen gar nichts - eigentlich bei niemandem - außer Verzweiflung oder Desinteresse. lesen Sie weiter


