Was ist Magersucht genau?

 
Was ist Magersucht genau?

Magersucht (Anorexia nervosa)


Gemeinsames Merkmal magersüchtiger Mädchen und Frauen ist nicht die Appetitlosigkeit (Anorexia nervosa), sondern die Angst vor dem Essen, gekoppelt an eine panikartige Furcht vor Gewichtszunahme.

Ausgelöst wird die Magersucht häufig während der Pubertät, wenn der Körper weibliche Formen zu entwickeln beginnt.

Die innere Verunsicherung, die Zweifel und die Ängste, die diese Veränderung mit sich bringt, wird häufig an der äußeren Erscheinung, dem Gewicht festgemacht. Magersüchtige Mädchen beginnen an ihrem Körper zu leiden, fühlen sich, selbst bei bedrohlichem Untergewicht, zu dick. In der Regel nehmen sie über lange Zeit hinweg nur minimale Mengen niederkalorischer Nahrungsmittel zu sich, z.B. pro Tag zwei Möhren und einen Apfel und erreichen damit ein extrem niedriges Gewicht. Das massive Hungern ist für die Betroffenen von unterschiedlicher Bedeutung.

Oftmals sind die Mädchen und Frauen von einem asketischen Stolz erfüllt, überlegen zu sein und nicht so schwach sein zu wollen, wie die anderen, die sich mit „schlechten“ Nahrungsmitteln voll stopfen. Das Überlegenheitsgefühl geht häufig einher mit einem starken Ehrgeiz und einer erstaunlichen Leistungsfähigkeit in der Schule, Beruf oder Sport. Dabei haben sie einen ausgeprägten Willen, ihren Körper zu beherrschen. Körpersignale wie Hunger, Müdigkeit oder Kälteempfinden werden entweder fehlgedeutet oder ihnen wird nicht entsprochen.

Die Sehnsucht nach Zuwendung und Geborgenheit wird unterdrückt. Grundsätzlich fällt es den anorektischen Frauen schwer, ihre Symptomatik als Krankheit anzuerkennen.




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