Folgen und Behandlung von Übergewicht

Folgeerkrankungen
Übergewicht kann zu einer Reihe von Folgekrankheiten führen. In den USA kostet die Behandlung der Fettsucht bereits sieben Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben.- Das Risiko für hohen Blutdruck ist erhöht. In der Folge kann es zu Ablagerungen kommen, die die Blutgefäße verengen können (Arteriosklerose).
- Ein Schlaganfall wird wahrscheinlicher.
- Ein hohes Körpergewicht erhöht die Gefahr, eine Arthrose zu entwickeln.
- Auch das Diabetes-Risiko steigt: Das Hormon Insulin wird zwar produziert, wirkt aber nicht mehr ausreichend.
- Das Krebsrisiko (für Nierenkrebs) ist erhöht.
- Atemnot und Kurzatmigkeit, das sogenannte Schlafapnoesyndrom.
- Psychische Folgen
- Soziale Folgen: Laut einer Studie von Gortmaker aus Harvard bekommen Übergewichtige pro Jahr 6700 Dollar weniger Lohn als Schlanke in vergleichbaren Positionen.
Empfohlene Untersuchungen
Übergewicht ist nur in seltenen Fällen Ausdruck einer Grunderkrankung, dennoch sollte sowohl eine laborchemische als auch eine psychologische Untersuchung durchgeführt werden.Man untersucht den Blutdruck, das Gesamtcholesterin, HDL- und LDL-Cholesterin, Triglyzeride (nüchtern), Schilddrüsenwerte, sowie in Abhängigkeit von der familiären Belastung: Nüchternblutzucker, oraler Glukosetoleranztest, Homocystein, Kreatinin, Elektrolyte und Harnsäure im Serum.Die psychologische Untersuchung hat folgende Ziele:
- Gibt es einen Grund, der gegen eine Therapie spricht? (z. B. bei bestimmten Essstörungen wie Bulimie)
- Die Unterstützung und Steuerung des Therapieprozesses
- Das Bestimmen von Parametern für die Beurteilung des Behandlungserfolges.
Behandlung
Grundsätzlich sollte jedem übergewichtigem Patienten eine Behandlung ermöglicht werden. Bei Kindern im Alter von 2 Jahre bis 6 Jahren, die übergewichtig sind, kann es ausreichend sein, das aktuelle Gewicht zu halten, das Übergewicht sinkt durch das Wachstum automatisch in einen altersgemäßen Normalbereich. Das Wichtigste ist sicherlich, sich mit dem Thema zu beschäftigen und eine positive Vorbildfunktion darzustellen. Ein wesentlicher Aspekt ist es, frühzeitig zu körperlicher Bewegung anzuregen und die Freude an der Bewegung zu fördern.Meist beginnt man mit einem Ernährungsprotokoll mit dem man sich bewusst macht, was wirklich gegessen wird. Dieses sollte den Energiegehalt (Kalorien) und die Zusammensetzung der Nahrung beinhalten. In der Folge kann man zwar die Grundzüge seiner Ernährung beibehalten, aber man kann beispielweise Mengen oder Verhältnisse ändern. Auch ein gemeinsames Kochen mit den Kindern ist sehr hilfreich, damit die Kinder sehen, wie Nahrungsmittel entstehen. Ein wichtiger Punkt ist die Umstellung der Ernährung auf kalorienreduzierter Mischkost. Man soll sich realistische Ziele setzen, beispielsweise 1 kg im Monat abzunehmen; auch längerfristige Ziele wie ein lesen Sie weiter


