Wann ist der Einsatz eines Antidepressivum notwendig?

Bei der
Depression liegt ein Defizit an
Serotonin, Noradrenadrenalin u.a. Botenstoffen vor. Bei der Therapie sind Antidepressiva Mittel erster Wahl. Diese Wirkstoffe kompensieren diesen Mangel und kurbeln die natürliche Produktion der Botenstoffe wieder an, hemmen ihren Abbau oder erhöhen ihre Verfügbarkeit.
Antidepressiva haben kein Suchtpotential! Es gibt auch nach längerer Einnahme keine Hinweise auf gesundheitliche Schäden! Antidepressiva wirken gezielt gegen die Stoffwechselstörung. Es sind keine "Glückspillen", Gesunde spüren die
Nebenwirkungen, aber keine Wirkung. Nachteil aller Antidepressiva ist die oft schwierige Wartezeit von 10 bis 20 Tagen oder länger bis zum Eintritt der Wirkung. Bei SAD stellen Antidepressiva meist eine sinnvolle Ergänzung zur Lichttherapie dar.
Wann ist der Einsatz eines Antidepressivum notwendig?
Wenn der Arzt aufgrund der beschriebenen und wahrnehmbaren Symptome eine depressive Störung eindeutig diagnostiziert, sollte kein Weg an der medikamentösen Therapie mit einem
Antidepressivum vorbei gehen. Sie wirken gezielt auf die Gehirnstoffwechselstörung. Je früher man in einer Krankheitsphase mit der Einnahme eines Antidepressivums beginnt, desto leichter und schneller überwindet der Kranke die
Depression, desto schneller steht er wieder voll im Leben.
Im Zweifel für die Therapie
Während man früher eine Depression aus Angst vor
Nebenwirkungen eher nicht behandelt hat, können wir heute empfehlen, "im Zweifelsfall eine Behandlung zu riskieren". Viele Patienten, die oft über Monate erheblichen Leidensdruck erleben mussten, werden mit großer Dankbarkeit reagieren, wenn sie nach langer Zeit wieder voller Hoffnung am täglichen Leben teilhaben können.