Reisen mit Kleinkindern
Urlaub mit kleinen Kindern ist ein unvergessliches Erlebnis. Spaß, Freude und Erholung sind gesichert, wenn wirklich die Interessen des Kindes im Vordergrund stehen. Körperlich können sich Kinder meist schneller an das neue Klima und die Umwelt anpassen als die mitreisenden Erwachsenen - Reisestress und der Wechsel des Gewohnten führen aber neben Neugier auch zu Angst und Befindlichkeitsschwankungen.Tipps für eine gelungene Eingewöhnung von Kleinkindern am Urlaubsort:
- Genügend Pausen während der Reise
- Verständnis für kindliche Interessen
- Sehr langsame Einstellung auf Neues ohne Programm
Allgemeine Hinweise
Im Allgemeinen empfehlen wir, Kinder nicht vor Abschluss der primären Impfungen ins tropische Ausland mitzunehmen - dies ist üblicherweise der 4. Lebensmonat. Masern/Mumps/Röteln erhält Ihr Kind mit 12 Monaten. Vor dem Alter von 18 Monaten machen Reiseimpfungen aufgrund des noch unreifen Immunsystems wenig Sinn. Nicht alle Länder sind für Kinder gleichermaßen geeignet. Es macht Sinn, reisemedizinische Institutionen schon in der Phase der Urlaubsplanung zu kontaktieren.Flugreisen
Säuglinge sollten bis zu einem Lebensalter von etwa sechs Wochen wegen oft ungenügender Lungenreife nicht fliegen. Die Druckveränderungen in der Kabine bei Start und Landung können bei Säuglingen und Kleinkindern unter Umständen Schmerzen in den Ohren verursachen. Druckausgleich durch Saugen oder Schreien (Stillen, selbständig trinken, Bonbons lutschen) kann dies verhindern. Vermeiden Sie aber, ihr Kind während des Fluges zur Beruhigung ständig zu füttern oder zu stillen. Je mehr im Flugzeug gefüttert wird, desto stärker sind die Blähungen.Für ältere Kinder stellen Flugreisen üblicherweise kein Problem dar. Es empfiehlt sich aber, einen Vorrat an Büchern oder Spielen mitzubringen, um der Langeweile zu entgehen. Wenn Kinder sich im Verkehrsmittel (Flugzeug, Bus, Auto) bewegen, mag das Erwachsene stören, ist aber für die kindliche Gesundheit ausgezeichnet. Die neue Umgebung muss auf mögliche Unfallgefahren untersucht werden (Stacheldraht an der Hotelgrenze, wackeliges Geländer, Rattengiftköder). Gerade Badeunfälle kommen bei Kindern sehr häufig vor. Hier ist viel Aufmerksamkeit der Erwachsenen nötig.
Die Haut von Kindern ist sonnenempfindlicher als die Erwachsener. Kinder brauchen anfangs Schatten und eine langsame Gewöhnung an die Sonnenbestrahlung. Ein Kleinkind muss in sonnigen Ländern immer einen Hut mit breiter Krempe oder eine Schirmkappe tragen. Kinder schwitzen deutlich weniger lesen Sie weiter


