Tollwut oder Rabies, was ist dass?

 
Tollwut oder Rabies, was ist dass?In den meisten Ländern Europas und in den USA geht das Risiko für den Menschen vor allem von Wildtieren aus, da Haustiere gegen Tollwut geimpft werden (Waschbären, Fledermäuse in den USA, Füchse in Europa). In Österreich konnte die Erkrankung durch Köder-Impfkampagnen bei Füchsen praktisch ausgerottet werden). In Entwicklungsländern sind nach wie vor Hunde die häufigsten Überträger.

Auch wenn Fälle von Tollwut bei Touristen selten sind, hat die Erkrankung durch ihren tödlichen Verlauf eine besondere Bedeutung. Nach wie vor gibt es keine wirksame Behandlung, ist die Krankheit einmal ausgebrochen, gibt es für den Erkrankten keine Rettung. Die Zeit von der Ansteckung (also dem Tierbiss) bis zur Erkrankung – die sogenannte Inkubationszeit - ist allerdings recht lang (2 Wochen bis sogar mehrere Monate). Wird in der ersten Phase dieser Zeit geimpft, so schützt das zuverlässig gegen den Ausbruch der Erkrankung. Wichtig ist hier, keine Zeit zu verlieren, und so rasch wir möglich nach einen Biss durch ein Tollwut-verdächtiges Tier ärztliche Hilfe zu suchen.

Was ist nach einem Tierbiss zu tun?

Nach einem Biss durch ein möglicherweise tollwütiges Tier:
Waschen sie die Wunde ausgiebig aus (mit Seife und Wasser)
Sollte das Tier einen Besitzer haben, versuchen Sie, alle Kontaktdaten zu bekommen (sollte das Tier geimpft sein, besteht keine Gefahr). Das Tier sollte eingefangen (NICHT von Ihnen!) und mehrere Tage beobachtet werden.

Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe.

Das weitere Vorgehen beim Arzt richtet sich nach Ihrem Impfstatus:
a) sie haben einen Impfschutz gegen Tollwut (das heißt, sie wurden VOR der Reise mindestens 3x geimpft)
  • Letzte Impfung innerhalb eines Jahres: 1 Auffrischung
  • Letzte Impfung innerhalb 1-5 Jahren: 2 Impfungen im Abstand von 3 Tagen
  • Letzte Impfung innerhalb von 5-10 Jahren: 3 Impfungen an den Tagen 0,3,7
b) sie haben keinen Impfschutz (das heißt, sie wurden VOR der Reise nicht geimpft
  • Eine Dosis Immunglobulin (so früh wie möglich!): 20 mg/kg Körpergewicht. Die Flüssigkeit soll im Idealfall rund um die Bissstelle ins Gewebe gespritzt werden; lesen Sie weiter




Infoflasche die meist komplette Informationsquelle! Helfen Sie uns Infoflasche zu ergänzen und promoten Sie gleichzeitig ihre Site. Haben Sie noch interessante Informationen? Machen Sie sich infoflasche Partner!