Was Diabetiker beim Saunabesuch beachten müssen

 
Was Diabetiker beim Saunabesuch beachten müssenSauna - dieses finnische Wort ist zum Synonym für Entspannung vom Alltagsstress geworden. Durch die Abhärtung des Körpers führt der Saunabesuch zu einer verbesserten Abwehrmöglichkeit gegenüber Infektionen, verschönert die Haut, steigert allgemein die Kondition und optimiert nebenbei das allgemeine Körper- und Lebensgefühl. Sowohl Insulin spritzende Zuckerkranke als auch mit bestimmten Tabletten behandelte müssen daran denken, dass das Schwitzen einen stärkeren Blutzuckerabfall verursachen kann. Mindestens zwei Stunden sollten zwischen der letzten Insulingabe und dem Saunabesuch vergangen sein. Auf jeden Fall empfiehlt sich, ein paar Traubenzuckerplättchen mitzunehmen. Saunaneulinge sollten zwischendurch ihren Blutzuckerspiegel messen, um zu erfahren, wie ihr Stoffwechsel auf die Hitze reagiert. Beim Schwitzen werden auch Stresshormone ausgeschüttet. Sie treiben den Blutzucker hoch. Wie sie konkret reagieren, müssen Diabetiker deshalb selbst erst einmal beobachten. Saunagenuss ohne Reue heißt für sie: Mit kühlem Kopf ins heiße Vergnügen.

Was passiert eigentlich beim Saunen? Die menschliche Wärmeregulierung funktioniert automatisch so, dass die Körperkerntemperatur stets bei 37 Grad gehalten wird. Der Körper versucht bei einer hohen Umgebungstemperatur ein Ansteigen der Kerntemperatur zu verhindern. Während des Saunaganges ändert sich die Temperatur der Haut schneller und anders als die Körperinnentemperatur: die Hauttemperatur erhöht sich von etwa 32 Grad auf fast 42 Grad, wobei sich die Körperinnentemperatur nur um etwa ein Grad bis max. zwei Grad erhöht. Durch die Schweißproduktion aus zwei Millionen Schweißdrüsen versucht der Körper, überschüssige Temperaturgrade loszuwerden und die einstrahlende Hitze über den Verdunstungskühleffekt zu mindern.

Das anschließende Abkühlen der Haut dient dazu, den ursprünglichen Zustand sowohl der Haut als auch des Kreislaufs wieder zu erreichen. In diesem Zusammenhang gilt insbesondere für Diabetiker mit Herz-Kreislauf-Problemen, aber auch mit Augenveränderungen (Netzhautschäden), dass ein Kalt-Wasser-Bad nicht sehr empfehlenswert ist, denn dabei kann der Blutdruck extrem ansteigen. Sinnvoller ist das Abkühlen mittels eines Kalt-Wasser-Schlauches von den Extremitäten her zum Herz hin mit anschließender Ruhe. Wird die Sauna richtig angewendet, kommt es in der Regel zu einer Steigerung der Herzfrequenz um etwa 50 Prozent bei gleichzeitiger Steigerung der Durchblutung auf das Doppelte. Durch die Hitze werden die arteriellen Blutgefäße stark lesen Sie weiter




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