Behandlung des Morgenhochdrucks
Den besten Schutz gegen frühmorgendlichen Blutdruckanstieg bei Hochdruckpatienten leisten Medikamente, die eine volle Wirksamkeit über 24 Stunden, d.h. rund um die Uhr besitzen. Sie stellen sicher, dass auch in den letzten vier Stunden vor der nächsten Medikamenteneinnahme, meistens zwischen 5.00 und 8.00 Uhr morgens, der Blutdruck ausreichend gesenkt bleibt.Bei einer Reihe von Hochdruckmedikamenten ist ein ausreichender Schutz vor frühmorgendlichen Blutdruckanstiegen nicht gegeben. Sie wirken nicht volle 24 Stunden, so dass vor der Einnahme der nächsten Medikamentendosis gefährliche Behandlungslücken entstehen. Das bedeutet einen unkontrollierten Blutdruckanstieg und eine erhöhte Gefahr morgendlicher Herz-Kreislauf-Komplikationen wie Herzinfarkt und Schlaganfall.
In der Regel wird der Arzt Präparate mit 24-stündiger Wirkung bevorzugen, da die einmal tägliche Gabe eines Medikaments heute als das Optimum in der Hochdrucktherapie gilt. Dies ist verständlich, da man sich leicht angewöhnen kann, jeden Morgen sein Hochdruckmittel einzunehmen. Müsste eine zweite oder gar dritte Dosis im Laufe des Tages oder am Abend eingenommen werden, wird diese leicht vergessen. Dies umso mehr, da es sich bei Bluthochdruck um eine Krankheit handelt, die keine spezifischen Beschwerden verursacht. An die regelmäßige Einnahme muss somit bewusst gedacht werden. Grundsätzlich wird die Behandlung des Bluthochdrucks mit einem Medikament oder einer Kombination von zwei Medikamenten in niedrigerer Dosierung begonnen. Nach Bedarf kann die Dosis stufenweise erhöht und weitere Medikamente hinzu gegeben werden, bis sich der gewünschte Blutdruck senkende Effekt einstellt.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.medworld.de)


