Herzinfarkt: die Diagnose
Der Herzinfarkt gilt als eine typische Erkrankung des gestressten 'Managers' und wird deshalb auch als Managerkrankheit bezeichnet. Aber nicht nur diese im Berufsleben aktive Gruppe der 40-55-Jährigen ist gefährdet. Unter den ca. 280.000 Herzinfarkt-Patienten in Deutschland pro Jahr sind auch in vermehrtem Maße ältere Patienten (Männer und Frauen) im Rentenalter zu finden.Die meisten Herzinfarkt-Patienten sterben innerhalb einer Stunde nach Beginn der Symptome und bevor sie das nächste Krankenhaus erreichen. Somit stellt der Herzinfarkt die Todesursache Nummer 1 in Deutschland wie auch in den anderen Industrieländern dar. Im Folgenden möchten wir Sie darüber informieren, wie es zur Entstehung eines Herzinfarkts kommt, woran Sie ihn erkennen können und wie man einem Herzinfarkt-Patienten in der akuten Phase am besten helfen kann. Außerdem geben wir Ihnen Hinweise, wie der Herzinfarkt vom Arzt behandelt werden kann, sei es durch Medikamente und/oder eine Operation. Am wichtigsten für Sie ist jedoch zu verstehen, wie Sie sich persönlich im täglichen Leben verhalten sollten, um einem Herzinfarkt durch eine gesunde Lebensweise vorzubeugen. Denn gerade bei dieser oft tödlich verlaufenden Erkrankung ist Vorbeugen bestimmt wirkungsvoller und sicherer als Heilen!
Diagnose Herzinfarkt - was ist passiert?
Tritt ein Herzinfarkt bei einem Familienmitglied auf, ist dies für alle ein dramatisches Ereignis. Das plötzliche Auftreten eines Herzinfarkts und sein häufig tödlicher Verlauf für den Betroffenen lassen bei den meisten Menschen bei Erwähnung des Begriffs spontan das Gefühl einer massiven, kaum beeinflussbaren Bedrohung aufkommen.Doch ist es wirklich so, dass sich dieses dramatische Ereignis in den meisten Fällen so plötzlich entwickelt hat oder hätte man nicht doch früher eine Gefährdung erkennen können? Um diese Frage zu beantworten, muss man verstehen, wie ein Herzinfarkt entsteht, das heißt auf dem Boden welcher Grunderkrankung er sich als Endstufe einer fortschreitenden krankhaften Entwicklung zeigt. Den Grundstein für einen Herzinfarkt bildet die Arteriosklerose! Unser gesamter Körper ist von einem Netzwerk aus Gefäßen durchzogen. Die Gefäße, die alle unsere Organe und Muskeln mit sauerstoff- und nährstoffreichem Blut versorgen, werden Arterien genannt.
Durch Rauchen, Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, zu hohen Blutzucker und Bluthochdruck können diese Gefäße stark geschädigt werden. Die Gefäßwände verdicken sich, werden unelastisch, verkalken, lagern Fettpfropfen (Plaques) ein und bekommen Risse. Stellt der Arzt einen solchen Befund bei der Untersuchung Ihrer Gefäße fest, lautet seine Diagnose Arteriosklerose. Meist ist diese Arteriosklerose nicht nur in einem Gefäßgebiet (z. B. in den Beinen) nachzuweisen, sondern gleichzeitig auch in anderen Körperregionen (z. B. Halsschlagader, Bauchschlagader).


