Vorsicht vor Herztod beim Sport! Deutsche Herzstiftung gibt Tipps für Hobby- und Wettkampfsportler..
Immer wieder ist im Sport von Fällen eines plötzlichen Herztods zu hören. Solche Meldungen sind zwar erschreckend, aber noch lange kein Grund auf Sport zu verzichten, wie die Deutsche Herzstiftung betont. Im Gegenteil, auch wenn es viele nicht glauben: Der beste Schutz vor dem plötzlichen Herztod ist Sport zu betreiben, vorausgesetzt es werden ein paar einfache Regeln beachtet. Die meisten Herztodesfälle könnten auf diese Weise verhindert werden.Jedes Jahr erleiden in Deutschland einige hundert Menschen beim Sport einen plötzlichen Herztod. Zu den Spitzenreitern zählen vor allem die beiden Sportarten Fußball und Joggen, die hierzulande sehr weit verbreitet sind und deshalb auch insgesamt die meisten Herztodesopfer fordern. In anderen Sportdisziplinen wie etwa Handball oder Tennis kommt es zwar ebenfalls immer wieder zu herzbedingten Todesfällen, allerdings fällt dies viel weniger ins Gewicht, da diese Sportarten von einer deutlich geringeren Anhängerschaft ausgeübt werden.
Schuld am plötzlichen Herztod im Sport sind am häufigsten Herzprobleme, die im Vorfeld nicht erkannt oder nicht ausreichend ernst genommen wurden, wie Professor Dr. med. Hans-Joachim Trappe, Kardiologe an der Ruhr-Universität Bochum und Vorstandsmitglied der Deutschen Herzstiftung in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "HERZ HEUTE" erläutert. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht an erster Stelle die so genannte hypertrophe Kardiomyopathie, die insbesondere bei hohen körperlichen Belastungen zu gefährlichen Herzrhythmusstörungen mit nachfolgendem Pumpversagen führen kann. Da eine solche Herzerkrankung aber im normalen Alltag meist keinerlei Beschwerden verursacht, bleibt sie oft lange unerkannt. Hochleistungssportler müssen deshalb regelmäßig sportmedizinisch untersucht werden, wie dies zum Beispiel in der Fußballbundesliga seit 1999 der Fall ist.


