Verschiedene Hypnosen

 
Verschiedene Hypnosen

Aufdeckende Verfahren


Bei den aufdeckenden hypnotischen Verfahren geht es natürlich auch darum, Verhalten zu verändern. Allerdings geht man dazu in die Tiefe der Seele (daher auch der Begriff "tiefenpsychologische" Hypnose). Wenn der Raucher bei mir anfragt, ob er bei mir das Rauchen loswerden kann, antworte ich: "Nein, es gibt Wichtigeres. Sie können bei mir in einer dreitägigen Intensiv-Sitzung Ihre Vergangenheit aufräumen, und wenn wir gründlich genug arbeiten, werden Sie nicht mehr rauchen müssen. Diese Verhaltensänderung ist aber lediglich ein angenehmer Neben-Effekt. Das Wichtigste am ganzen Vorgehen ist, dass Ihre Energie besser fließt, weil wir die Blockaden der Vergangenheit aus dem Weg geräumt haben. Denn was nützt es Ihnen, wenn Sie zwar Nichtraucher sind, sich aber immer noch blockiert fühlen!" Ein solches Vorgehen ist natürlich nicht jedermanns Sache. Man muss bereit sein, die (oftmals schmerzhaften) Ereignisse der Vergangenheit nochmals zu durchleben. Wer sich aber dazu entschließt, wird in vielerlei Hinsicht belohnt: Von einem "besseren Lebensgefühl" wird berichtet, von "mehr echter Selbstsicherheit", ja sogar von "beruflichen und finanziellen Durchbruchs-Erlebnissen".

Fazit

Ich weiß, dass klassische und Ericksonsche Hypnotherapeuten das nicht gerne hören, aber ich sage es trotzdem: Mir sind die beiden ersten Verfahren zu oberflächlich. Ich mag nicht nur Symptome behandeln und Verhalten verändern, sondern möchte meinen Klienten zu einem besseren Lebensgefühl verhelfen. Dasselbe gilt für die Therapeutinnen und Therapeuten auf meiner Therapeuten-Liste. Übrigens erachte ich bei gewissen schwerwiegenden Störungen die klassische Hypnose nicht nur für ungeeignet, sondern geradezu für gefährlich. Wenn Sie beispielsweise bei einer schweren Zwangsneurose nur das Symptom behandeln, kann der Patient akut suizidgefährdet sein. Der Grund liegt darin, dass die Zwangshandlung oftmals eine Depression oder Angststörung überdeckt. Hier lohnt es sich also, tiefer zu graben, immer vorausgesetzt, die Psyche des Patienten ist stabil genug, um den Therapie-Stress schadlos zu überstehen.




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