Warum es in der Medizin keine Garantien gibt

 
Warum es in der Medizin keine Garantien gibt

"Können Sie mir garantieren..."

Vor einiger Zeit rief mich ein Mann an, der ziemlich aufgebracht wirkte. Er sei schon bei einer Unzahl von Ärzten und Heilpraktikern gewesen, habe Unsummen von Geld ausgegeben, und nichts habe geholfen. Alle schwafelten sie etwas von vegetativer Dystonie, psychosomatischen Ursachen und essentieller Hypertonie, aber keiner könne ihm helfen. Wenn ich für meine Hypnotherapie schon so viel Geld verlangte und keine Krankenkasse das bezahle, dann wolle er eine Garantie, dass es wirke. Er sei schließlich Bauschreiner, und wenn er am Bau arbeite, müsse es am Schluss auch so aussehen, wie der Architekt es geplant haben. Ganz nebenbei: In solchen Vorwürfen klingt natürlich ein Pauschal-Urteil gegen sämtliche Therapeuten mit. Vermutlich hätte der Mann am liebsten gesagt: "Alle Therapeuten sind inkompetente Abzocker, und Sie sind einer von Ihnen. Jetzt helfen Sie mir endlich!" Dass das nicht die besten Voraussetzungen für eine fruchtbare Therapeuten-Klienten-Beziehung sind, ist vermutlich jedem klar. Aber das ist noch nicht einmal das Hauptproblem...

Keine lineare Ursachen-Kette

Der Mann geht davon aus, dass die Medizin genau so funktioniert wie seine Arbeit am Bau, d.h. dass der Organismus für jede Störung eine lineare Ursachen-Wirkungs-Kette aufweist. Leider denken auch zahlreiche Schulmediziner so, obschon man ihnen schon während des Studiums immer wieder erzählt hat, die Medizin sei keine exakte Wissenschaft. Nun, es wäre schon viel erreicht, wenn die Schulmediziner wenigstens die einzelnen Störungen zurückverfolgen würden bis zur eigentlichen Ursache. Aber ich höre von meinen Klienten leider immer wieder haarsträubende Storys, was das angeht.

Beispiel: Eine Frau ist müde und depressiv. Es wird eine Schilddrüsen-Überfunktion festgestellt, und weil der Arzt zufälligerweise Chirurg ist, schnipselt er der guten Frau ein Stück der Schilddrüse weg. Jetzt leidet sie unter Schilddrüsen-Unterfunktion, muss Hormone zu sich nehmen und hat die schlimmeren Probleme als vorher. Auf die Idee, zu untersuchen, warum die Schilddrüse hyperfunktioniert hat, ist der Arzt gar nie gekommen. Aber selbst wenn er das getan hätte, wäre er immer noch ein mittelalterlich denkender Arzt. Denn unser Körper scheint anders zu funktionieren...

Vernetzter Organismus

Nach den Erkenntnissen der Neuen Medizin gibt es für jede Funktion im Körper mehrere Regelkreise. Solange die Mehrheit dieser Kreise funktioniert, können kleinere Störungen aufgefangen werden, d.h. der Körper bleibt symptomfrei oder zeigt nur vorübergehende Störungen. Das Gleichgewicht sämtlicher lesen Sie weiter




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