Über Ernährung und Stuhl(gang)

 
Über Ernährung und Stuhl(gang)Norwegische Forscher haben gefunden, dass nach Fasten und Übergang auf vegetarische Kost die Beschwerden des entzündlichen Rheumas bessern Dabei senken die Laborwerte für Entzündung gleichzeitig mit den IgG-Antikörpern gegen gewisse, fäulnisverursachende Stuhlbakterien (Proteus mirabilis). Die IgG-Antikörper gegen die üblichen, gewöhlichen Bakterien im Stuhl (Escherichia coli) bleiben dagegen unverändert. Die Wissenschaftler meinen, die Besserung des Rheumas sowie die Verminderung der Bakterien-IgG oder/und der Bakterien-Besiedlung des Dickdarmes könnte ursächlich zusammenhängen. Die Einnahme von Lactobacillus rhamnosus, der zu den üblichen säurebildenden Bakterien des Dickdarmes gehört, hilft gegen Allergien.  Es ist bekannt, dass auch andere immunologisch entzündliche Krankheiten wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn (Entzündungen des Darmes) auf Fasten und Ernährungsumstellungen positiv reagieren. Umgekehrt können die Antibiotika durch den Einfluss auf die Darmbakterien die Darmfunktion stören, einer der Gründe, Antibiotika nicht leichtfertig einzusetzen, sondern für wichtige, ernsthafte, sonst kaum beherrschbare Gelegenheiten vorzuenthalten.

Die Besiedlung des Dickdarmes mit Bakterien spielt auch bei schweren Lebererkrankungen eine grosse Rolle. Zu ihrer Therapie gehört die Vernichtung der fäulnisverursachenden Darmbakterien mittels starker Antibiotika, da Ammoniak und die basischen Produkte dieser Bakterien, manche biogene Amine, die angeschlagene Leber über Gebühr belasten. Man bemüht sich den Stuhl säuerlich zu halten, da dann diese Gifte eher im Darm gehalten werden und nicht ins Blut übertreten. Sogar die, die sich bereits im Körper befinden, werden so im Darm ausgeschieden. Es ist naiv zu meinen, dieser Vorgang sei nur bei schweren Leberentgleisungen wichtig. Die zwar "unter Gebühr", aber dauernde Belastung mit solchen Stoffen schwächt nicht nur die wenig angeschlagene, aber sogar auch die normale Leber. Die Verminderung der Fäulnisbakterien erreichen wir, wie u.a. die norwegischen Wissenschaftler gezeigt haben (s.o.), durch die Umstellung auf vegetarische Kost. Den Fäulnisbakterien fehlt dann ihre Nahrung, der Überfluss an (tierischem) Eiweiss, aus dem sie bei ihrem Wachstum die Zellengifte produzieren. Die natürlichen Gegner der Fäulnisbakterien, die normalen lesen Sie weiter




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