Honig, Konfitüre (Marmelade) und Essig - warum nur wenig und nicht stetig?

 
Honig, Konfitüre (Marmelade) und Essig - warum nur wenig und nicht stetig?Dieses Trio ist sehr beliebt und hat einen ausgezeichneten Ruf als besonders gesundheitsfördernde Nahrungsmittel. Es gibt sogar (Apfel- und andere) Essigkuren für Abmagerung und gegen verschiedene Beschwerden. Viele Patienten und Besucher unserer Homepage sind deswegen überrascht, vor dem Kopf gestossen, dass wir von übermässigem, dauerhaftem Konsum auch dieser „urgesunden“ Lebensmittel ab- und zu Rotation raten. Die Gründe:  Honig ist der Oldtimer dieser drei Nahrungsmittel. Ob alte Aegypter, Kelten, Römer – alle kannten und liebten Honig. Er wurde, ähnlich dem heutigen Messwein auch zu Kultzwecken und als Heilmittel gegen Infektionen und andere Krankheiten sowohl örtlich benützt wie eingenommen. Er war eher ein Genuss- als ein Lebensmittel und auch das nur für die Herrscher und reichen Leute. Als Süssstoff bekamen sie ihn bei Festen und anderen besonderen Gelegenheiten. Die unteren Schichten lebten so gut wie ohne Honig.

Wieso war Honig so rar und wertvoll? Da die alten Völker keine Zucker kannten, konnten Sie nicht wie die heutigen Imker die Bienen mit Zucker zufuttern und so waren sie auf die natürliche, beschränkte Honigproduktion angewiesen, auch wenn sie schon Bienen züchteten.  Konfitüre (Marmelade, Jam) ist der Jüngling des Trios und stammt erst aus der Zeit als genug Zucker vorhanden war. Da man in unseren Breiten nur gewisse Sorten von Äpfel höchstens bis März überwintern konnte, konservierten unsere Grossmütter und Urgrossmütter verschiedene Sorten von Obst durch Beigabe von Zucker und Aufkochen unter wenig Luft. So entsteht eine Masse die dem Obst ähnlich, sogar noch süsser schmeckt. Sie enthält viele, aber nicht alle Stoffe aus der Obstsorte, da diese teilweise durch das Aufkochen zerstört wurden.

Die Konfitüre freut sich besonderer Beliebtheit aus zwei Gründen: Sie schmeckt vorzüglich und erinnert uns an die Kindheit und die liebevolle Mutter und Grossmutter, die sie zubereitet hatten.  Essig war auch alten Völkern mindestens so lange wie alkoholische Getränke bekannt, da er aus süssen Lebensmitteln, vor allem Obst, bei genug Luft gärt. Er wurde vor allem als Konservierungsmittel und zur Geschmacksänderung, aber auch zu kultischen Zwecken und ähnlich dem Honig als Heilmittel benützt, was dafür spricht, dass er besonders wertvoll und nicht im Übermass vorhanden war. Je nach dem Ausgangsmaterial gibt es Obst- oder Weinessig. Solche „Naturessige“ enthalten Stoffe in ihrer Ursprungsform soweit sie nicht gegoren wurden. Sie gehören trotz des sauren Geschmacks zu den basenbildenden Nahrungsmitteln, da sie die Basen der ursprünglichen Lebensmittel enthalten lesen Sie weiter




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