Indikationen
Indikationen zur Anwendung von Miniund Mikro-Grafts sind die androgenetische Alopezie, die angeborene Alopezie und vernarbende Alopezie nach Unfällen, Operation und Bestrahlungen sowie Augenbrauenrekonstruktionen (Abb. 2).Technisches Vorgehen
Die Entnahme der Spenderhaut am Hinterkopf erfolgt in örtlicher Betäubung. Die Entnahmestelle wird primär mittels Naht verschlossen. Der am Hinterkopf entnommene Hautstreifen wird vor dem Einsetzen unter dem Lupenmikroskop subtil präpariert. Ziel ist die Gewinnung von Mikro-Grafts für ein bis zwei Haare und Mini-Grafts mit drei bis fünf Haaren. Im Anschluß daran wird die Empfangsfläche örtlich betäubt und die Mini- und Mikro-Grafts werden in die flächenhaft gesetzten Empfangskanäle eingesetzt, die mit einem elektrisch betriebenen Hohlbohrer angelegt werden. Bei der Stich-Inzisionstechnik werden die Miniund Mikrotransplantate mit oder ohne Epidermis in mit einem Skalpell angelegten Stich-Inzisionen eingebracht. Diese Technik ist methodisch einfacher. Sie hat jedoch im Vergleich zur Bohrertechnik folgende Nachteile: Die Haarwuchsrichtung läßt sich nicht genau bestimmen, weil die Transplantate in den Stichinzisionen nicht streng fixiert sind. Hinzu kommt ein möglicher „Palmeneffekt“, weil die Haare zusammengepreßt werden können. Unter einem Palmeneffekt versteht man eine Bündelung der Haarschäfte durch die derbere Epidermis. Die Folge ist ein fächerförmiges Auseinanderweichen der Haare. Bei der Stichinzisiontechnik wird die Kahlfläche nur zur Seite geschoben, bei der Hohlbohrertechnik wird die Kahlfläche entfernt. Bei der Haartransplantation kann ein erfahrenes Team bis zu 1.500 Mini- und Mikrotransplantate pro Behandlung transplantieren und auch größere Glatzen in zwei bis drei Behandlungen bedecken(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.hautarzt-haarausfall.de)


