Migräne bei Kindern: psychologische Unterstützung

 
Migräne bei Kindern: psychologische Unterstützung

Psychologische Unterstützung

Zur Vorbeugung wie auch in der Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne haben sich verschiedene psychotherapeutische Verfahren bewährt. Erfolgreiche psychotherapeutische Ansätze sind einerseits Entspannungsverfahren wie autogenes Training, Biofeedback-Verfahren und auch verhaltenstherapeutische Verfahren, die das Erlernen von Stressbewältigung in den Mittelpunkt stellen. Beim Biofeedback lernen Patienten, körperliche Parameter selbst zu beeinflussen. Beispielsweise kann es bei Patienten mit ziehenden Schmerzen eine hilfreiche Vorstellung sein, an der schmerzhaften Stelle sitzt ein Gummiband, das sich langsam lockert. Ein Stressbewältigungstraining soll helfen, belastende Situationen frühzeitig wahrzunehmen.

Ernährung

Kinder mit einer Nahrungsmittelunverträglichkeit können an Kopfschmerzen leiden; manchmal verbunden mit Bauchschmerzen, Durchfall, Verhaltens- und Konzentrationsstörungen sowie Hautausschlägen; auch besteht oft eine Unverträglichkeit von Lebensmittelzusatzstoffen. Allergietests sind in der Regel nicht geeignet, eine bestehende Unverträglichkeit ausreichend genau zu diagnostizieren.

Bei hartnäckigen Kopfschmerzen empfiehlt es sich, folgende Nahrungsmittel für etwa vier bis sechs Wochen zu vermeiden: Kuhmilch, Lebensmittelfarbstoffe, Konservierungsstoffe, Schokolade, Weizenmehl, Eier, Käse, Tomaten, Fisch, Schweinefleisch und auch Soja. Anschließend sollte ein etwaiger Erfolg genau überprüft werden; eine bis zu 50%-ige Erfolgsrate wurde berichtet, vor allem bei Migräne.

Vorbeugung

Mögliche Auslöser von Kopfschmerzen wie übermäßiges Fernsehen, Computerspiele, Süßigkeiten und unkontrollierte Belastungen sollten möglichst vermieden und für ausreichend Schlaf gesorgt werden. Leichter Ausdauersport wie Radfahren oder Schwimmen ist zu empfehlen. Wichtig ist ein geregelter Tagesablauf und eine gesunde und ausgewogene Ernährung.

Pestwurzextrakt kann als pflanzliches Mittel schon ab dem 6. Lebensjahr zur Migräne-Vorbeugung eingesetzt werden.

Eine medikamentöse Dauerbehandlung zur Vorbeugung gegen Migräne ist auch bei Kindern grundsätzlich möglich. Bei gehäuften Migräneattacken ist die medikamentöse Vorbeugung wirksamer und gesünder als die wiederholte Einnahme von Schmerzmitteln.

Im Einzelfall kann medikamentös zur Vorbeugung in schweren Fällen (z. B. häufiges Auftreten, sehr starke Schmerzen, lange Anfallsdauer oder fehlender Wirksamkeit von Schmerzmitteln) Metoprolol (Beloc ®) oder Flunarizin (Amalium ®) vorbeugend unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden. In Einzelfällen werden auch Antiepileptika wie Valproinsäure (z. B. Convulex ®) verabreicht. Synkapton wird zur Behandlung von akuten Migräneattacken und durch Gefäßfunktionsstörungen bedingten Kopfschmerzen eingesetzt.Der Wirkstoff Ergotamin verengt die Gefäße im Kopfbereich, die beim Anfall stark erweitert sind. Außerdem bekämpft das Mittel typische Begleitbeschwerden der Migräne, wie Übelkeit und Brechreiz. Synkapton ist nicht zugelassen bei Kindern unter 6 Jahren.




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