Organspende - geschenktes Leben

 
Organspende - geschenktes LebenJeder Mensch kann ganz überraschend so schwer erkranken, dass er auf ein Spenderorgan angewiesen ist, um überleben zu können.

Würden Sie für sich selbst oder Ihre Familie der Transplantation einer Niere, einer Leber oder eines Herzens von einem verstorbenen, Ihnen nicht bekannten Organspender zustimmen? Würden Sie sich für eine Hornhaut- oder Gehörknöchelchentransplantation entscheiden, wenn Sie Ihrem Kind damit helfen könnten? Und würden Sie selbst im Falle Ihres Todes einer Organentnahme zustimmen, um anderen Menschen beim Überleben zu helfen?

Nach wie vor besteht auch in Rheinland-Pfalz ein großer Mangel an Spenderorganen und nahezu ein Viertel der Patientinnen und Patienten, die auf der Warteliste für ein Transplantat stehen, sterben, bevor sie das nötige Transplantat erhalten haben. Dialysepatientinnen und -patienten, die auf eine neue Niere warten, können zwar mit Hilfe der Blutwäsche überleben, aber Menschen, die auf ein Herz, eine Lunge oder Leber warten, versterben, wenn nicht rechtzeitig ein Spenderorgan zur Verfügung steht.

Doch noch immer scheuen sich viele Menschen vor der Entscheidung für oder gegen eine mögliche Organspende, sicher auch, weil es die Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod oder dem Sterben nahe stehender Menschen bedeutet. Außerdem fehlt es oft an wichtigen Informationen und auch an Vertrauen in die Abläufe einer Organspende.

Dabei stellt das 1997 verabschiedete Transplantationsgesetz sicher, dass niemandem gegen seinen zu Lebzeiten erklärten Willen oder gegen die ausdrückliche Ablehnung der Angehörigen und ohne die sichere Feststellung des Todes durch zwei unabhängige Ärztinnen oder Ärzte Organe und Gewebe zur Transplantation entnommen werden dürfen.

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