dass zugelassene Medikamente fehlen, da es die Zulassung eines Medikamentes für junge Kinder zu selten gibt.

Inhalierbare Corticoide

Diese Substanzen haben den höchsten Stellenwert in der Therapie des Asthma bronchiale. Leider haften ihnen noch die Cortisonängste aus der Zeit an, in der Cortison nur geschluckt oder gespritzt werden konnte. Diese Ängste sind im wesentlichen unbegründet. In empfohlenen Dosisbereichen haben sie nahezu keine Nebenwirkungen und führen zu einem optimalen Krankheitsverlauf. Trotzdem sollte die Erhaltungsdosis so niedrig wie möglich sein. Gerade hier kann das Singulair als zusätzliches Medikament helfen, Cortison zu sparen.

Inhalative, langwirkende Beta2 – Mimetika

Die lange Wirkdauer der Atemwegserweiterung hilft gerade Menschen mit häufigen Atemnotzuständen oder mehrfache täglichen Phasen von Luftnot. Sie sollten immer mit einem inhalativen Cortison kombiniert werden und liegen auch als fixe Kombination vor.

Theophyllin

 Diese Substanz sollte nur noch als retardierte Form mit verzögerter Wirkstofffreigabe in der Dauertherapie eingesetzt werden. Leider ist das Medikament in seiner Dosierung schwer zu steuern, da es bei Unterdosierung keine Wirkung und bei Überdosierung unangenehme Nebenwirkungen hat. Zudem sollten regelmäßige Serumspiegel kontrolliert werden. Bei Kindern ist dieses Medikament fast entbehrlich, da heute bessere Substanzen zur Verfügung stehen. In schweren Fällen kann es natürlich ergänzend zum Cortison gegeben werden.

Reliever

Die Bedarfsmedikament zur schnellen Atemwegserweiterung sind im wesentlichen Beta2–Mimetika (wie Salbutamol) und Vagolytika (wie Atrovent). Sie werden bei Bedarf eingesetzt oder als Vorbeugung beim Belastungsasthma. Neben dem eigentlichen Einsatz sind sie jedoch auch Indikatorsubstanzen, da sie je nach Anwendungshäufigkeit ein Spiegelbild der guten oder weniger guten Medikamenteneinstellung des Asthma bronchiale sind. Werden sie häufig benutzt, so sollte über die Verstärkung der Controller Medikamente nachgedacht werden. Bei nahezu fehlendem Gebrauch kann über die Reduzierung der Dauermedikamente entschieden werden.

Orale Corticoide werden in der Therapie der höchsten Asthmastufe eingesetzt. Im Kindesalter, wo kein eigenständiges Rauchen zu einer Lungenzerstörung geführt hat, werden sie glücklicherweise nur selten und zumeist nur als vorübergehende Stosstherapie benötigt.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:http://www.daab.de)




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