Asthma: Der Therapiestufenplan

 
Asthma: Der TherapiestufenplanDa Asthma auf einer Entzündung der Bronchialschleimhaut beruht, steht die anti-entzündliche Behandlung im Vordergrund. Die bronchialerweiternde Behandlung dient zur raschen und vorübergehenden Lösung der Bronchialverengung, behandelt das Asthma jedoch nur symptomatisch und hat keinen nachhaltigen Einfluß auf den Krankheitsverlauf. Die Ziele der Asthma-Therapie sind das Vermeiden von Asthma-Anfällen, die Verhinderung einer krankheitsbedingten Beeinträchtigung des täglichen Lebens und eine Wiederherstellung und Erhaltung einer normalen Lungenfunktion.

Entsprechend des Asthma- Schweregrades wurde ein dreistufiges Therapie-Schema erstellt. Neben der Häufigkeit, mit der die Asthmasymptome auftreten, dient die Überprüfung der Lungenfunktionswerte der Einordnung in die drei Schweregrade. Die Medikation wird dem jeweils aktuellen Schweregrad angepaßt. Besondere Bedeutung kommt dem Peak-Flow-Wert zu, den jeder Asthmatiker mittels eines handlichen Peak-Flow-Meters täglich selbst überprüfen sollte. Bei allen Asthmatherapie-Stufen werden bronchialerweiternde ß2-Sympathomimetika "nach Bedarf" inhaliert, wenn Atembeschwerden auftreten, oder vorbeugend vor größeren körperlichen Belastungen. Diese vorbeugende Inhalation führt dazu, daß der betroffene Asthmatiker Sport ohne Beschwerden in der Regel zwei bis vier Stunden durchführen kann. Im Fall von Atembeschwerden reicht es aus, ein oder maximal zwei Hübe zu inhalieren. Wenn sich daraufhin innerhalb von fünf Minuten keine Besserung einstellt, ist eine Notfallbehandlung erforderlich. Treten Atembeschwerden häufiger auf, so daß täglich mehr als zehn Hübe eines ß2-Sympathomimetikums benötigt werden, muß die Basistherapie vom Arzt neu eingestellt werden.

Auch schon bei leichtem Asthma (Stufe 1) sollte eine regelmäßige Inhalation von anti-entzündlichen Medikamenten erfolgen. Als nicht-steroidale Substanzen stehen Cromoglicinsäure (DNCG) und Nedocromil zur Verfügung. Kommt es jedoch trotz täglicher Anwendung von DNCG bzw. Nedocromil innerhalb von vier bis sechs Wochen nicht zu einer Stabilisierung der Peak-Flow-Werte und einer Abnahme tageszeitlicher Schwankungen, darf nicht gezögert werden, ein inhalatives Kortikosteroid einzusetzen. Bei mittelschwerem Asthma in der Therapiestufe 2 erfolgt die anti-entzündliche Basisbehandlung mit der regelmäßigen Inhalation eines Kortikosteroids. Um nächtlichen Asthmaanfällen vorzubeugen, wird häufig ein retardiertes Theophyllin-Präparat verordnet. Alternativ kann ein langwirkendes ß2-Sympathomimetikum inhaliert werden.

Bei schwerem Asthma in der Therapiestufe 3 kommt erweiternd die Einnahme von Kortikoiden in Tablettenform hinzu.




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