Asthma: Qualitätssicherung bei Schulungen

Wenn in Deutschland ein neues
Medikament auf den Markt gelangt, wurde vorher eine strenge Qualitätssicherung vorgenommen. Eine vergleichbare Qualitätssicherung sollte bei allen unterschiedlichen Schulungs- und Behandlungsprogrammen ebenfalls angewandt werden. Merkmale einer
Qualitätssicherung zur Beurteilung von Schulungsprogrammen können sein:
- Das Vorhandensein von strukturierten Lehrplänen und sorgfältig pädagogisch aufbereitetem Schulungsmaterial (patientenorientierte Medien, Peakflowtagebuch und ein schulungsbegleitendes Buch
- pädagogisch und psychologisch qualifizierte Asthmaberater (innen),
- die kontinuierliche Nachuntersuchung (Evaluation) der behandelten Patienten hinsichtlich der Krankheitsdaten (Anzahl der schweren Asthmaanfälle, Tage der durch Asthma hervorgerufenen Arbeitsunfähigkeit, Lebensqualität der Patienten, Dauer und Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten),
- Nachweis einer positiven Kosten-Nutzenanalyse, d. h. durch den Einsatz eines strukturierten Schulungs- und Behandlungskonzeptes muss den Krankenkassen und der öffentlichen Hand finanzielle Ressourcen erschlossen werden.
Basierend auf der stationären Düsseldorfer Asthmaschulung ABUS ist das ambulante Schulungs- und Behandlungskonzept NASA entwickelt worden. Es ist im Klinikum Fürth unter der Leitung von Prof. Worth entwickelt und evaluiert worden. Wesentliche Schulungsinhalte sind:
- Grundsätzliches über Asthma bronchiale,
- Inhalationstechniken,
- Gebrauch eines Dosieraerosoles mit Vorschalthilfe,
- Asthmatagebuch und Peakflowmeter,
- Medikamente und deren Einsatz im Ampelsystem der Deutschen Atemwegsliga,
- Verhalten in besonderen Situationen: Notfallmanagement beim Asthmaanfall, Asthma und Schwangerschaft, Bronchialinfektionen, Sport und Asthma, Urlaubsreisen,
- die Benutzung des Peakflowmeters
Den Teilnehmern wird zusätzlich ein Begleitbuch und ein Peakflowmeter beziehungsweise Peakflowtagebuch zur Verfügung gestellt.