Experte: Masern-Impfung als Muss

 
Experte: Masern-Impfung als Muss

Nordamerika: Nur 100 Masern-Fälle bei 802 Mio. Einwohnern

Wien (pte/18.07.2006/13:45) - Auf heftige Kritik ist die Meldung über die angeblichen Nebenwirkungen bei Masern-Impfungen im jüngsten "impf-report" bei Experten gestoßen. Der Experte Wolfgang Maurer von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde an der Medizinischen Universität Wien kritisiert den unwissenschaftlichen Hintergrund der Meldung und des Verfassers. "Das Masernvirus ist ein humanes Pathogen und tötet global noch etwa 500.000 Kinder pro Jahr", so der Vakzinologe im pressetext-Interview.

"Die derzeit abflauende Masernepidemie in Nordrhein-Westfalen mit bislang 1.649 Fällen - in Gesamt-Deutschland im ersten Halbjahr 2006 gab es bislang zirka 2.000 Fälle - erregt natürlich mediale Aufmerksamkeit, jedoch sollte diese Aufmerksamkeit auf die Verbesserung der schlechten Durchimpfungsraten gegen Masern gerichtet werden", so Maurer. Es sei ja wirklich eine EU-weite Schande, wenn in Deutschland im Halbjahr 2006 mehr als 2.000 Masernfälle gemeldet werden und in Gesamtamerika im gesamten Jahr 2005 bei 802 Mio. Bewohnern weniger als 100 Masernfälle registriert worden sind. "Der Masernimpfstoff in Form des MMR-Impfstoffes schützt bei zweimaliger Gabe zuverlässig vor Infektionen. Wenn mehr als 95 Prozent der Kinder geimpft werden, kann das Virus nicht mehr zirkulieren", stellt der Wissenschaftler fest. Das werde am Beispiel von Amerika deutlich. Hier komme es höchstens zu "Importen" aus dem Ausland.

Maurer kritisiert auch den zweifelhaften wissenschaftlichen Hintergrund des Verfassers. "Der Autor der Aussendung ist im Internet als Impfgegner bekannt, verfügt jedoch über keinerlei lesen Sie weiter




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