Fütterstörungen - Typisch für Fütterstörungen

 
Fütterstörungen - Typisch für FütterstörungenFütterstörungen gehören wie Schrei-, Gedeih- oder Schlafstörungen zu den frühkindlichen Regulationsstörungen. Oft treten dabei mehrere Störungen gleichzeitig auf, so haben Kinder mit Fütterstörungen oftmals auch Schlaf- und Schreiprobleme. Im frühen Säuglingsalter treten diese Anpassungsschwierigkeiten häufig vor allem beim Übergang vom Stillen zur Flaschennahrung, bei der Einführung der Beikost oder beim selbstständigen Essen von fester Nahrung auf. Das Auftreten solcher meist harmloser Störungen ist vorübergehender Natur und gehört für viele Kinder mit zu ihrer Entwicklung. Wenn allerdings aus einer solchen kleineren Krise eine ernstzunehmende Regulationsstörung wird, kann dies zu einem großen Problem für die Kinder und die gesamte Familie werden.

Typisch für Fütterstörungen bei Säuglingen

  • Trinkschwäche
  • Stillen nur im Halbschlaf möglich
  • erhöhte Erregbarkeit, motorische Unruhe oder Ablenkbarkeit
  • leichte Ermüdbarkeit
  • tägliches Erbrechen oder Würgen
  • kein erkennbarer Appetit
  • Schluck- oder Kauprobleme (Ausspucken oder Sammeln der Nahrung im Mund)
  • Abstillrobleme
  • Essensverweigerung von Breien oder fester Nahrung mit/ohne angstgestörter Abwehr

Typisch für Fütterstörungen im Kleinkindalter

  • geringer Appetit bei zu großem und kontinuierlichem Nahrungsangebot
  • Verweigerung jeglicher Nahrung
  • Verweigerung fester Nahrung
  • extrem wählerische Lebensmittelauswahl (meist nicht dem Alter entsprechend)
  • Essen nur mit Ablenkung oder beim Herumlaufen und Spielen
  • Aufzeigen eines von den Eltern als provokativ empfundenen Essverhaltens
  • Gewichtsverlust, das Gewicht kann aber auch im Normalbereich liegen

Wichtig

Fütterprobleme können auch organische Ursachen haben wie zum Beispiel chronische Erkrankungen, Lebensmittelallergien oder Störungen der Appetitregulation. Lassen Sie dies vom Ihrem Arzt abklären.Bei sehr großer psychischen Belastung der Eltern und stark gestörter Eltern-Kind-Beziehung ist zudem eine Behandlung in einem interdisziplinären Therapiekonzept angeraten.




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