"Jetzt bleibt die Flimmerkiste aus!"
Jedes dritte Kind hat inzwischen einen Fernseher in seinem Zimmer. Die Eltern sind somit nicht mehr in der Lage das Fernsehverhalten ihrer Kinder zu kontrollieren. Dadurch verbringen immer mehr Jungen und Mädchen viel zu viel Zeit vor dem Gerät.Das Verhalten von Kindern geht oft auf ihre Eltern zurück. So ist häufig auch beim Umgang mit dem TV. Wenn Eltern viel Fernsehen, neigen auch die Kleinen dazu, sich lange vor dem Gerät aufzuhalten. Dann besteht aber schnell die Gefahr, dass sich eine Sucht entwickelt. Eine Studie der Forschungsgruppe Psychopsychologie der Universität Freiburg belegte zudem, dass übermäßiges Fernsehen emotionale Empfindungen und auch die Schulleistungen – vor allem im Fach Deutsch - schwächt.
Einige Verhaltensweisen können verhindern, dass Kinder Fernseh-versessen werden:
- Lassen Sie das Gerät nicht wahllos laufen, sondern schalten Sie Sendungen gezielt ein und wieder aus.
- Fernsehen sollte nie als Ersatz oder Belohnung eingesetzt werden.
- Sehen Sie gemeinsam mit ihren Kindern fern.
- Lassen Sie ihr Kind nicht vor dem Schlafengehen oder aus Langeweile fernsehen.
- Vereinbaren Sie feste Zeiten. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt folgende Höchstdauer für Kinder:
- Drei- bis Fünfjährige: 30 Minuten
- Sechs- bis Neunjährige: 60 Minuten
- Zehn- bis 13-Jährige: 90 Minuten
- Achten Sie auf die Inhalte. Bei harmlosen Sendungen kann der Fernseher auch ausnahmsweise mal länger an bleiben.
- Reden Sie nach dem Fernsehen über die Sendung, damit die Kinder sie besser verarbeiten können.
- Organisieren Sie andere Aktivitäten und machen Sie Ausflüge mit ihren Kindern.
- Vorsicht: oft stärken Verbote die Lust noch mehr. Reden Sie deshalb mit ihrem Kind über die Regeln, die aufgestellt werden und lassen Sie ältere Kinder auch selbst Sendungen aussuchen.


