Krebs: Reaktionweisen bei Kindern

Regression
Damit ist gemeint, dass das
Kind bereits erreichte Fähigkeiten und Fertigkeiten bzw.
Verhaltensweisen aufgibt, um sich wiederum wie früher zu verhalten. Es kann vorkommen, dass ein 10-jähriges Kind plötzlich wieder beginnt, einzunässen, obwohl es bis dato nie Probleme damit gehabt hat. Oder ein Kind kann plötzlich keine Minute mehr ohne Mutter oder Vater sein, obwohl es bis jetzt damit keine Probleme hatte. Diese seelische Regression ist krankheitsbedingt durchaus normal, sollte allerdings mit einem Psychologen näher diskutiert werden, wenn sie nicht mehr
rückgängig zu machen ist. Die Eltern sollten das Kind bei andauerndem regressivem Verhalten verstärkt ermutigen, sich doch wieder so zu verhalten, wie es seinem Alter entspricht und mit dem Kind die möglichen Ursachen suchen und besprechen. Meistens sind es Ängste, die mit der
Krankheit und der Behandlung zu tun haben, welche sich dem Kind überwältigend darstellen.
Ängste
Die Diagnose und die Begleitumstände der Krankheit lösen normalerweise tiefe Ängste in jedem Kind aus. Man spricht in diesem Zusammenhang von „
realen Ängsten“, da sie von der konkreten bedrohlichen Situation stammen. Dazu zählen unter anderem Todesängste, welche aufgrund der mangelnden Gewissheit des sicheren Überlebens entstehen. Diese „realen Ängste“ sind allerdings von tiefen „früheren“ Ängsten des Kindes zu unterscheiden, die durch die Krankheit wieder ausgelöst werden. Damit ist z.B. Dunkelangst gemeint. Es kann sein, dass ein krebskrankes Kind plötzlich wieder nicht im Dunkeln schlafen kann, da es „Gespenster“ fürchtet, die dann
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