Bleaching: Zahnaufheller im Test

 
Bleaching: Zahnaufheller im TestDie Zähne "bleachen" - das heißt, die Zähne aufhellen. Der Traum von strahlend weißen Zähnen soll durch die neuartigen Bleaching-Produkte wahr werden können. Und zwar im heimischen Badezimmer. Die Produkte sind mittlerweile überall zu bekommen. Doch halten sie auch, was sie versprechen?

Im Test waren Produkte aus der Apotheke, der Drogerie und dem Internet zum Preis von 13 bis fast 50 Euro:
  • blend-a-med Whitestrips
  • Odol med 3 Samtweiss
  • colgate simply white
  • Rapid white
Die Produkte sind recht unterschiedlich anzuwenden: Zwei Flüssigkeiten werden mit einer Art kleinem Pinsel aufgetragen, andere arbeiten mit einer Schiene, wieder andere funktionieren mit Folien, die man sich auf die Zähne klebt.

Ergebnis

Nach zwei Testwochen war der subjektive Eindruck der Testpersonen eher bescheiden. Auch der den Test begleitende Zahnarzt, Dr. Wolfgang Crott aus Aachen, sieht im Fotovergleich nur eine geringe Veränderung: "Die allgemeine Einschätzung sieht so aus, dass wir nur bei den 'blend-a-med Whitestrips’ eine Farbveränderung von einer Farbstufe haben."

Fazit

Nur ein Produkt hat eine sichtbare Aufhellung ergeben. Häufig reicht aber auch schon eine einfache Zahnreinigung, um Verfärbungen zu entfernen. Die Anwendung der Bleaching-Produkte kann nur eine vorübergehende Aufhellung bewirken, die – laut Herstellerangaben – nach circa sechs Monaten wieder verblasst."Wir müssen die Hoffnungen der Patienten bremsen, weil eine Farbveränderung bei unseren Farbringstufen allerhöchstens mit zwei Farbstufen einhergeht. Da wird viel Geld ausgegeben für eine verhältnismäßig geringe Wirkung", so Dr. Crott. Auch sollte man wissen, dass sich zum Beispiel Kronen und Füllungen nicht aufhellen lassen – man läuft hier also Gefahr, dass das Ergebnis ungleichmäßig aussieht.
Grundsätzlich sollte einiges beachtet werden, bevor Bleaching-Produkte eingesetzt werden:

  • Vor jeder Zahnaufhellung sollte der Zahnarzt besucht werden, um die Zähne untersuchen und reinigen zu lassen.
  • Generell aufs Homebleaching sollten verzichten: Patienten mit schweren systemischen Erkrankungen, schwangere und stillende Frauen, Patienten mit stark zerstörten oder stark gefüllten Zähnen und Patienten mit hypersensiblen Zahnoberflächen.
  • Raucher sollten während der Behandlung nicht rauchen, weil sich die Bleachingsubstanzen mit dem Rauch verändern und – laut Zahnarzt Dr. Wolfgang Crott – "auch mutagene Wirkungen haben können". Das heißt, sie können Veränderungen am Erbgut (Mutationen) hervorrufen.
  • Während der Behandlung empfiehlt Dr. Crott eine desensibilisierende Zahnpasta zu verwenden, welche Amin- oder Natriumfluorid enthält.
  • Treten während oder nach dem Bleaching eine Überempfindlichkeit der Zähne, eine Irritation des Zahnfleischs oder Übelkeit auf, sollte direkt ein Zahnarzt aufgesucht werden.





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