Verschlissen, verbraucht, abgenutzt: Was hilft bei Gelenkbeschwerden?
Etwa fünf Millionen Deutsche leiden an arthrotischen Gelenkbeschwerden. Der schmerzhafte Verschleiß der Gelenkknorpel ist eine der häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Falsche körperliche Belastung und Fehlhaltungen in Beruf und Alltag sind Schuld an der starken Abnutzung. Obwohl alle 200 Gelenke des Menschen anfällig sein können, betrifft es meist die Knie und Handgelenke sowie die Hüftgelenke. In der Spätphase der Arthrose ist der Gelenkknorpel völlig zerstört. Die freiliegenden Knochen reiben aneinander, verursachen starke Schmerzen und werden durch die Beanspruchung dichter und härter. An den Gelenkrändern können sich als Folge davon Osteophyten bilden. Das sind knöcherne Zacken, die das Gelenk verdicken.Den meisten Betroffenen machen vor allem die morgendliche Gelenksteife, das Knacken und Knirschen im Gelenk sowie die Schwierigkeiten bei Beugung und Streckung zu schaffen. Etwa die Hälfte aller Arthrose-Patienten leidet aber zusätzlich noch an den starken Schmerzen. Die Beschwerden sind zeitlich begrenzt, meist als Anlaufschmerzen, oder halten den ganzen Tag über an. Oft gibt es Phasen, in denen Dauerschmerzen auch in Ruhe auftreten. In den betroffenen Gelenken läuft dann ein entzündlicher Prozess ab. Das A und O bei Arthrose ist daher, die Schmerzen zu lindern und die Gelenke beweglich zu halten. Eine sinnvolle Schmerzbehandlung und effektive Krankengymnastik bilden die Grundlage der Therapie. Ohne Schmerzbehandlung nehmen die Patienten eine Schonhaltung ein, die wiederum zu einer Verspannung der Muskulatur und damit zu weiteren Schmerzen führt.
Bei leichten, gelegentlichen Schmerzen können Betroffene auf freiverkäufliche Schmerzmittel aus der Apotheke zurückgreifen. Dabei sollten aber gewisse Regeln eingehalten werden: Rezeptfreie Schmerzmittel höchstens an zehn Tagen im Monat und maximal drei Tage hintereinander einnehmen. Bei stärkeren Schmerzen und fortgeschrittener Arthrose ist der Arzt der richtige Ansprechpartner. Dauerschmerzen müssen meist mit anderen Schmerzmitteln, eventuell auch Opioiden, behandelt werden. Gerade bei Krankheiten, die nicht geheilt werden können, sind diese Schmerzmittel zur Dauertherapie oft besser geeignet.


