Wechseljahre und Hormonersatz-Behandlung

 
Wechseljahre und Hormonersatz-BehandlungIm Vergleich zu früheren Zeiten haben die Wechseljahre einen hohen Stellenwert erlangt. Mit einer Lebenserwartung von rund 80 Jahren in industrialisierten Ländern darf die Frau heute nach den Wechseljahren mit über dreissig weiteren Lebensjahren rechnen. Die Wechseljahre sind ein wichtiger Abschnitt im Leben einer Frau und bedeuten das Ende der Fruchtbarkeit. Die meisten Frauen erleben diese hormonelle Umstellung zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, wobei eine grosse individuelle Schwankungsbreite besteht. In diesem Zeitraum vermindern die Eierstöcke ihre Östrogenproduktion nach und nach, um sie dann ganz einzustellen.

Was kann ich von einer Hormonbehandlung erwarten?

Als erste spürbare Wirkung lindert eine Hormonersatz-Behandlung die unangenehmen Östrogenmangel-bedingten Wechseljahrbeschwerden wie Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Herzklopfen oder Herzjagen. Auch psychische Symptome wie Reizbarkeit, Konzentrationsmangel, Schlaflosigkeit, Nervosität, depressive Verstimmungen werden durch die Östrogene günstig beeinflusst. Ein Hormonersatz wirkt sich auch positiv auf dieTrockenheit der Scheide und die nach 60 häufig auftretende Blasenschwäche mit unwillkürlichem Harnverlust aus. Darüber hinaus ist ein belebender Effekt auf die Haut nachgewiesen, indem diese unter dem Östrogeneinfluss spürbar mehr Spannkraft und Feuchtigkeit behält.

Dazu kommt eine Reihe weiterer günstiger Effekte, die sich besonders bei länger dauernder Hormonbehandlung positiv auf die Gesundheit auswirken. So vermindert sich das Risiko für eine Osteoporose ('Knochenschwund') um 30 Prozent. Neuste Studien zeigen im weiteren, dass Östrogene das Risiko, frühzeitig an Alzheimer zu erkranken, halbieren. Und nicht zuletzt wird die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, besonders von Herzinfarkt als häufigster Todesursache bei Frauen nach den Wechseljahren, um 30 bis 50 Prozent gesenkt.

In welcher Form kann ich Hormone nehmen?

Östrogene werden am häufigsten in Form von Tabletten oder als Pflaster genommen. Das Hormonpflaster hat gegenüber Tabletten den Vorteil, dass es die Östrogene schrittweise transdermal (über die Haut) direkt an das Blut abgibt. Es schont dadurch Magen, Darm und Leber und muss im Gegensatz zu Tabletten nicht täglich genommen werden. Die meisten Frauen verwenden heute ein Hormonpflaster, das zweimal wöchentlich gewechselt werden kann. Für Ihre spezifischen Fragen zu den Wechseljahren und zu einer Hormonersatz-Therapie wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin lesen Sie weiter




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