Weingenuss: HERZ-lich willkommen!

 
Weingenuss: HERZ-lich willkommen!Jeder, der sich mit Weinkonsum auch theoretisch beschäftigt stolpert früher oder später über einen Begriff: French Paradox. Dieser Ausdruck bezeichnet das Phänomen, das in Frankreich Todesfälle in Folge koronarer Herzkrankheiten im Vergleich zu anderen Ländern relativ selten vorkommen. Dabei ist der Verzehr der, das Herz-Kreislauf-System belastenden, gesättigten Fettsäuren, länderübergreifend gleich hoch. Durch eine statistische Analyse fand Professor Serge Renaud heraus, das dies mit dem erhöhten Rotweinkonsum in Frankreich zusammenhänge müsse. Im Rahmen weiterer Studien bestätigte sich dieses Ergebnis. Mittlerweile kennt man eine Vielzahl an Faktoren, durch die der Wein positiv auf den menschlichen Körper wirkt.

LDL und HDL

Im Körper gibt es zwei unterschiedliche Cholesterin Transporter Zellen: LDL- Cholesterin und HDL- Cholesterin. Aus Cholesterin entstehen Hormone, Gallensäuren und Zellwandbestandteile. LDL transportiert Cholesterin zu den Körperzellen. Überschüssiges Cholesterin wird von den HDL- Transportmolekülen wieder zurück zur Leber transportiert. Die HDL- Teilchen werden auch als das „gute“ Cholesterin bezeichnet, während LDL als das „schlechte“ Cholesterin verschrien ist. Wenn zu wenige HDL- Transporter-Zellen zur Verfügung stehen, wird die Zelle mit Cholesterin überschüttet, weil der Rücktransport nicht mehr klappt. In dem Fall nimmt die Zelle kein Cholesterin mehr auf, und dieses staut sich davor. Dadurch kommt es zu Gefäßverengungen (Arteriosklerose) und im schlimmsten Fall droht der der Herzinfarkt.

Wie hilft Wein?

Zwei Stoffklassen, die im Wein vorkommen, mindern dieses Risiko: Alkohol und Polyphenole. Der Alkohol im Wein senkt beispielsweise die Menge an Fibrinogen. Das sind Faserstoffe die zur Pfropfenbildung benötigt werden. Pfropfen können die Gefäße verstopfen. Gleichzeitig mindert Alkohol die Arteriosklerose, weil er Blutplättchenklumpen, die die Gefäßwände verengen, auflöst. Zusätzlich wirkt Alkohol gefäßerweiternd, was den Blutdruck und die Gefahr eines Gefäßverschlusses senkt.

Die Phenole im Wein senken ebenfalls die Thrombozytenaggregation (Blutplättchenklumpen), sie heben den HDL- Cholesterin-Spiegel und wirken ebenso gefäßerweiternd. Bei gesunden Menschen führt lesen Sie weiter




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