Welche Hormonsubstitutionstherapie für wen und wann?

- Androgensubstitution
- DHEA-Substitution
- Wachstumshormonsubstitution
- Östrogensubstitution
- Melatoninsubstitution
Bevor überhaupt mit Hormonen jedweder Art therapiert wird müssen folgende Kriterien erfüllt sein.
- Es müssen klinische Symptome vorliegen: z.B. Nachlassen der geistigen oder körperlichen Leistungskraft, Müdigkeit, Schwitzneigung, Potenz-Libidostörungen, um nur einige zu nennen.
- Anhand von Blutuntersuchungen muss laborchemisch ein Mangel des jeweiligen Hormons bewiesen sein.
- Es muss durch einen Urologen ein Prostatakrebs ausgeschlossen sein.
Ein Testosteronmangel wird derzeit meist noch mit 2-3 wöchigen Testosteroninjektionen am erfolgreichsten behandelt. Leichtere Testosterornmangelzustände können auch mit Hormonpflastern (Präparate: Androderm®, Testoderm®) oder Hormontabletten (Andriol®, Proviron®,Vistimon®) therapiert werden. Allerdings sind beide Therapieformen wesentlich kostspieliger als die Testosteronspritze und unzuverlässiger. In der klinischen Entwicklung befindet sich derzeit ein Testosteron-Depotpräparat (Testosteronundecanoat), das nur noch in 2-3 monatigen Abständen injiziert werden muß. Dies stellt einen wesentlichen Vorteil in der Hormonsubstitutionstherapie in der Zukunft dar. Mit der Markteinführung dieses Präparates von Jenapharm ist in 1 ½-2 Jahren zu rechnen. In den USA wurde 2000 ein Testosteron-Gel mit dem Namen Androgel® zugelassen. Dieses Gel wird täglich auf die Haut von Schulter, Oberarmen oder dem Bauch eingerieben. Das Gel enthält 5 gr, wovon ca. 50 mg absorbiert werden und in die Blutbahn gelangen. Die Anwendung ist einfach, in ca. 10 % kommt es zu lokalen Hautirritationen. Verglichen zur Testosteronspritze ist die Therapie mit lesen Sie weiter


