Auslöser der MS
AuslöserIn Untersuchungen wurde festgestellt, dass manchen MS-Schüben eine Entzündung der oberen Luftwege voran ging. Andere Untersuchungen befanden grundsätzlich den Mund- und Rachenraum als Auslöser. Zahnfüllungen (Amalgam), oder die Zähne selbst als Ursache oder Schubauslöser, führten zu vollständiger Amalgamentfernung, oder in früheren Zeiten, zum vollständigen Entfernen sämtlicher Zähne. Auch örtliche Entzündungen, z.B. Verbrennungen, können einer MS vorausgehen oder Beschwerden durch einen Unfall ausgelöst werden. In jedem Fall, ist aber ein zeitlicher Zusammenhang nötig.Viele MS-Kranke erzählen von ihrer Erfahrung, dass die Erkrankung unter seelischen Streßsituationen begann, die psychosomatische Seite sollte man nicht unterschätzen, auch nicht als Schubauslöser. Im Anschluß an Operationen kann es zu Fieber kommen, das widerrum zu vorübergehender Verschlechterung der Beschwerden, oder zum Auslösen eines Schubes führen kann. Narkosen bei denen der Nervenwasserraum eröffnet wird (Spinalanästhesie), sollten nicht durchgeführt werden. Periduale Betäubungen, wie z.B. bei einer Entbindung, sollen unbedenklich sein. Auch Lokalanästhesien führen normalerweise zu keiner andauernden Verschlechterung. Teilweise treten nach einer Schwangerschaft erste Beschwerden auf und werden dann als MS diagnostiziert. Die Schwangerschaft, mit diagnostizierter Multipler Sklerose, gilt nicht als Schubauslöser, im Gegenteil, aber in der Zeit danach ist das Risiko größer.
Wie man es auch nimmt, oder auch liest oder hört, klare Aussagen sind nicht gerade die Regel im Falle einer Multiplen Sklerose. Es überwiegen "kann" oder "könnte", "soll" oder "sollte". Es gibt einen bekannten Spruch dazu: "Alles kann, aber nichts muss." Eine unsichere, unzuverlässige Krankheit, die vom Erkrankten größtmögliche geistige Beweglichkeit verlangt. Sie fordert vom Kranken, sich immerwährend auf neue Situationen und Umstände einzustellen, bzw. den Herausforderungen des eigenen Körpers zu stellen.


