Was bedeutet die Diagnose Demenz für die Familie?
Mit der Diagnose "Demenz" kommen nicht nur auf den oder die Betroffene, sondern auch auf die Angehörigen große Belastungen zu. Nicht ohne Grund wird in Verbindung mit einer Demenz oft von einer "Familienkrankheit" gesprochen: denn die gesamte Familie ist gefordert hinsichtlich des Verständnisses, des Einfühlungsvermögens und der pflegerischen Kompetenz. Die Angehörigen müssen nicht nur das Wissen um eine schwere, unheilbare Krankheit eines geliebten Menschen bewältigen, sondern auch Entschlüsse bezüglich zukünftiger Versorgung und Pflege des betroffenen Familienmitgliedes treffen.Oft fällt es den betreuenden Familienmitgliedern schwer, Hilfe anzunehmen. Dabei können die Angst, "versagt zu haben" oder die Scheu, fremde Personen in die Privatatmosphäre eindringen zu lassen, eine Rolle spielen. Die Erfahrung zeigt aber, dass betroffene Personen, die den Schritt wagen, fremde Hilfe in Anspruch zu nehmen, durchweg davon profitieren. Häufig äußern sie sich bedauernd darüber, sich nicht schon früher um Hilfsangebote gekümmert zu haben.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es für demenzerkrankte Personen?
Eine Therapie, die zur Heilung führt, ist derzeit für die Mehrzahl der Demenzerkrankungen nicht möglich. Deshalb ist das Hauptziel der Behandlung, die Lebensqualität der Kranken und ihrer Angehörigen zu verbessern. So sind die Wertschätzung der erkrankten Person, die Annahme der Krankheit und die damit einhergehenden Veränderungen im Wesen des Menschen, die Unterstützung durch Orientierungshilfen und Rituale im Alltag oder das Anknüpfen an noch vorhandene Fähigkeiten wichtige Faktoren, die die Pflege und Betreuung der dementiell erkrankten Menschen positiv beeinflussen(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.optipage.de)


