Der Diagnostik der Prostatahyperplasie

 
Der Diagnostik der ProstatahyperplasieDer differenzieren Diagnostik des Benignen Prostata-Syndroms (BPS) wird in unserer Klinik ein hoher Stellenwert zugeteilt. Schließlich ist eine genaue Diagnose der Schlüssel zu einer erfolgreichen konservativen oder operativen Therapie der Beschwerden. Als Universitätsklinik können wir auf das gesamte diagnostische Spektrum zurückgreifen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen unseres Klinikums. So kann zum Beispiel eine gestörte Blasenentleerung auch Ausdruck oder Folge einer neurologischen (nervenbedingten) oder endokrinologischen (hormonbedingten) Grunderkrankung sein. In diesem Falle ist eine Kooperation mit den entsprechenden Spezialisten eines Universitätsklinikums unumgänglich.

Die digital-rektale Prostataabtastung über den Enddarm ist nach wie vor ein wichtiger diagnostischer Schritt. Hier kann der Urologe Konsistenz und ungefähre Größe der Prostata bestimmen. Das prostataspezifische Antigen (oder PSA) im Blut des Patienten (mit Bestimmung des Verhältnisses zwischen freiem und totalen PSA) ist neben anderen Methoden ein wertvoller Test um ein Prostatakarzinom zu entdecken. Die transrektale Ultraschalluntersuchung dient neben der exakten Bestimmung des Prostatavolumens auch zur differenzierten Beurteilung des Prostatagewebes. So können Auffälligkeiten frühzeitig entdeckt und ggf. weiter abgeklärt werden. Darüber hinaus verfügt unsere Klinik über innovative, neuartige, nicht belastende Verfahren, mit deren Hilfe zwischen BPH und einem Prostatakarzinom unterschieden werden kann. In Kooperation mit den Instituten für Radiologie und für Nuklearmedizin können wir als eine der ersten Einrichtungen weltweit über MRT-Spektroskopie- (Kombination aus Kernspinuntersuchungen mit Stoffwechselvorgängen) oder CT-PET Untersuchungen (Kombination aus Computertomographie und Positronen-Emissions-Tomographie) der Prostata anbieten.

Als rein urologische Untersuchung wird bei jedem BPS-Patienten eine Uroflowmetrie durchgeführt. Hierbei wird die Harnstrahlstärke objektiv gemessen. Bei Verdacht auf eine Harnröhrenenge oder andere Anomalien des unteren Harntrakts kann eventuell eine Röntgenuntersuchung angezeigt sein. Selbstverständlich erfolgt initial eine Urinuntersuchung, um eine eventuelle Harnwegsinfektion vor einer Manipulation zu therapieren. In komplexeren Fällen von Blasenentleerungsstörungen kann eine urodynamische Untersuchung (Druck-Fluss-Studie) durchgeführt werden.




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