Zunächst erhalten die Patienten vergrößernde Sehhilfen wie Lupen oder spezielle Brillen. Im weiteren Verlauf behandeln Ärzte die Augen mit Lasern oder der so genannten photodynamischen Therapie, bei der sie einen speziellen Farbstoff in die Armvene spritzen. Letztere eignet sich aber nur für Patienten, die unter einer bestimmten Form der feuchten AMD leiden.
Im Zentrum der neuen Behandlung steht das VEGF. Die Abkürzung steht für vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor. Dieses Eiweiß spielt bei vielen Wachstumsvorgängen im Körper eine Rolle. Bei der AMG beteiligt es sich, wenn sich krankhafte Gefäße bilden und diese in die Netzhaut einwachsen. Mit Hilfe der bereits erwähnten feinen Spritze gelangt der Wirkstoff Pegaptanib-Natrium zur Netzhaut. Dieser blockiert das VEGF und hemmt auf diese Weise das Wachstum der krankhaften Zellen.
Bestehende Schäden bleiben
»Die Wirksamkeit bestätigt eine zweijährige Studie mit mehr als eintausend Patienten«, berichtet Holz. »Das Risiko für einen schweren Sehverlust sank um mehr als auf die Hälfte.« Allerdings eignet sich die Therapie nur zur Behandlung der feuchten Form der AMD, also bloß für jeden zehnten Patienten, der unter dieser Augenerkrankung leidet. Und auch diese neue Therapieoption kann bereits bestehende Schäden nicht rückgängig machen, sondern die AMD nur aufhalten oder in ihrem Verlauf verlangsamen.»Zurzeit erhalten die Patienten alle sechs Wochen eine Spritze«, berichtet Holz. Ob ein längerer Abstand ausreicht oder sich das Medikament auch auf andere Weise verabreichen lässt, testen Augenärzte zurzeit.
(übernommen mit schriftlicher Genehmigung von:www.wellness-gesund.info)


