Epilepsie und Kinderwunsch

Verhütung
Die Wirksamkeit der „Pille“ kann bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Antiepileptika (AE) beeinträchtigt werden.Zu diesen AE gehören alle Präparate mit den Wirkstoffen Carbamazepin, Phenytoin, Primidon, Phenobarbital, Topiramat, Felbamat und Oxcarbazepin und wahrscheinlich auch Ethosuximid.Einige Frauen stellen einen Zusammenhang fest zwischen Zyklus, Vollmond, Stress und Anfallshäufigkeit. Diese Zusammenhänge gibt es und sie lassen sich sowohl auf psychischer als auch auf körperlicher (hormoneller) Ebene nachweisen.
Erbliche Veranlagung
Eine Epilepsie wird selten vererbt. Vererbt werden kann auch die Veranlagung zur Epilepsie, doch eine Veranlagung macht noch keine Epilepsie.Schwangerschaft
Vor einer geplanten und auch bei einer ungeplanten Schwangerschaft sollte auf jeden Fall einen neurologische und eine gynäkologische Beratung erfolgen.Mit Ihrer/em behandelnden Ärztin/Arzt sollten Sie über die schonendste wirksame Epilepsiebehandlung reden. Besonders wichtig ist auch von Anfang an ein/e Frauenarzt/-ärztin, der/die Verständnis für die vielen Ängste der Schwangeren hat. Gespräche mit anderen anfallkranken Müttern haben sich als sehr hilfreich erwiesen. Sorgen Sie dafür, dass Ihre behandelnden Ärztinnen eng zusammenarbeiten.
Anfälle während der Schwangerschaft schaden dem Kind nach der Mehrzahl der vorliegenden Beobachtungen nicht, außer wenn die Anfälle sehr lange dauern oder die Mutter sich schwer verletzt.
Eine Schwangerschaft hat meist keinen wesentlichen Einfluss auf die Zahl der Anfälle, obwohl der Blutspiegel der Antiepileptika in dieser Zeit meist ansinkt. Der Blutspiegel der Medikamente gegen Epilepsie sollte daher während der Schwangerschaft häufiger kontrolliert werden.


