Folgeerkrankungen der HIV-Infektion

Als Folge der Schwächung des körpereigenen
Immunsystems durch das HI-Virus treten eine Reihe von Erkrankungen (auch opportunistische Infektionen genannt) auf. Diese kommen entweder gehäuft speziell bei AIDS (Acquired Immunodeficiency Syndrom) vor oder nehmen, im Gegensatz zu nicht HIV-infizierten Personen, ohne geeignete Therapie, einen lebensbedrohlichen Verlauf. Deshalb bedürfen diese unbedingt einer sofortigen und wirksamen Behandlung. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass allein schon durch eine effektive
antiretrovirale Therapie, die das Immunsystem stärkt, eine Vielzahl dieser Folgeerkrankungen gebessert wird oder gar abheilt. Vorbeugend stehen gegen eine Reihe von Infektionskrankheiten Impfungen zur Verfügung. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt welche dieser Impfungen für Sie sinnvoll und nötig sind.
Im Zusammenhang mit HIV auftretende Erkrankungen
Die im Zusammenhang mit HIV-Infektion auftretenden opportunistischen Erkrankungen sind nach wie vor für die Mehrzahl der Todesfälle unter den AIDS-Patienten verantwortlich. Als Ursachen für diese Erkrankungen sind alle Erreger zu nennen, die eine zusätzliche Infektion aufgrund einer geschwächten Immunabwehr hervorrufen können. Hierzu zählen Pilze, Bakterien inkl. Tuberkulose-Erreger, Parasiten, Protozoen und Viren. Es gibt eine Vielzahl der genannten Erreger, die auch bei den meisten gesunden Menschen auf Haut, Schleimhäuten oder Organen vorkommen, ohne jemals eine Krankheit hervorzurufen. Aufgrund der geschwächten
Immunabwehr können sie sich jedoch beim HIV-Positiven unkontrolliert vermehren und den Körper schädigen. Auf diesen Seiten werden im Folgenden einige der häufigsten opportunistischen Infektionen genannt.
Lungenerkrankungen
Lungenentzündung, hervorgerufen durch eine Infekion mit Pneumocystis carinii (PCP = Pneumocystis carinii Pneumonie) ist nach wie vor eine der häufigsten opportunistischen Infektionskrankheiten bei HIV-Infizierten. In vielen Fällen hat die Lungenentzündung mit einer Virusinfektion (Cytomegalie-Virus) begonnen. Die Erkrankung zeigt sich zunächst in einem trockenen Husten und Atemnot bei
körperlicher Belastung. In dem oft schleichenden weiteren Verlauf treten schließlich Fieber und Schwindel auf. Dann nimmt die Krankheit auf einmal einen abrupten dramatischen Verlauf: das Fieber steigt auf über 39 Grad Celsius bei gleichzeitigem Schüttelfrost; man bekommt kaum noch Luft, hat starke Schmerzen beim Atmen und Husten. Das Gesicht ist total blass und die Lippen bläulich verfärbt. Diese Erkrankung kann durch geeignete Medikamente erfolgreich durch den
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